Blutspende in Hofgeismar: Erste Information in der Schule

Weniger Blutspenden: DRK schlägt neue Wege ein für mehr Spender

+

Weil weniger Leute Blut spenden, geht das Deutsche Rote Kreuz neue Wege, um Spender zu gewinnen. Zum Beispiel durch Aufklärung in Schulen. 

Das macht Andrea Bornmann, Ärztin beim Blutspendedienst in Kassel. In Hofgeismarer Schulen informiert sie die Schüler ab Jahrgangsstufe 9 im Biologieunterricht über das Thema. Das Rote Kreuz hofft, dass die Schüler auch zur Blutspende kommen, sobald sie volljährig sind und damit spenden können.

Von Andrea Bornmann erfahren die Schüler zum Beispiel, dass nicht nur bei schweren Verletzungen nach Unfällen ein großer Bedarf an Blutkonserven besteht. Auch Patienten, die eine Chemo-Therapie bekommen, brauchten viel Blut, berichtet die DRK-Ärztin. Der größte Bedarf bestehe bei Menschen über 65 Jahren.

"Sie kommen wegen der Schmalzenbrote"

Der Anlass, sich zu beteiligen, ist ganz unterschiedlich. Manche lernten die Notwendigkeit kennen, wenn es einen medizinischen Notfall in der Familie gebe und Blut gebraucht werde, sagt Susanne Ickler, Blutspendebeauftragte beim DRK-Kreisverband. Menschen, die in Gesundheitsberufen arbeiten, kennen den Bedarf sowieso. „Und manche sagen, sie kommen wegen der Schmalzenbrote“, ergänzt Ickler schmunzelnd. Die bieten manche Ortsvereinigungen nach der Entnahme zur Stärkung an. Beim anschließenden gemeinsamen Imbiss gebe es oft „gemütliche Runden“, erzählt Michaela Heer, Repräsentantin beim DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen.

Mindestens zehn ehrenamtliche Helfer aus einer Ortsvereinigung seien notwendig, um einen Spendetermin anbieten zu können. Sie unterstützen das hauptamtliche Team des Blutspendedienstes, das für die ärztliche Untersuchung und die Entnahme zuständig ist.

Urkunde und Preis für fleißige Spender

Bei den großen Spendeterminen in der Hofgeismarer Stadthalle seien beispielsweise etwa 25 Mitglieder in zwei Schichten im Einsatz. Dabei ist das Altersspektrum breit gestreut. Die älteste Helferin sorgt noch mit 86 Jahren in der Küche für die Verpflegung der Spender. Genauso wie Spender werden ehrenamtliche Helfer dringend gebraucht, um die Termine weiterhin möglichst weiträumig anbieten zu können, sagt Repräsentantin Michaela Heer.

Das Durchschnittsalter der Blutspender beträgt 46 Jahre. Erstspender seien im Schnitt 29 Jahre alt. Für die 100. Spende erhalten die Teilnehmer neben einem Präsent der Ortsvereinigung eine Ehrennadel und Urkunde sowie eine Uhr mit Namensgravur.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.