Zehn Prozent weniger 

Zahl der Blutspender beim DRK-Kreisverband Hofgeismar sinkt stetig

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 Die Zahl der Blutspender beim DRK-Kreisverband Hofgeismar sinkt seit 2016. Im vergangenen Jahr ließen sich 3045 Menschen Blut abnehmen - etwa zehn Prozent weniger als 2017.

Bis 2015 habe es noch mehr Spendentermine im Kreisteil gegeben und somit mehr Teilnehmer, sagte Michaela Heer, Repräsentantin beim DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen. Dagegen haben 120 Spender bei den Terminen 2018 erstmals Blut abgegeben. Im Jahr zuvor waren es 102. Die Zahl der Erstspender steigt seit einigen Jahren, ergänzte Heer.

Inzwischen gibt es weniger Orte, in die das DRK zur Abnahme kommt. Der Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen betreut mit seinen Teams die DRK-Ortsvereinigungen im Kreis Kassel. In zwölf Orten im Kreisteil Hofgeismar lässt das DRK derzeit noch Spender zur Ader.

Die Zahl der Orte sinkt, weil es dem Roten Kreuz immer schwerer fällt, freiwillige Helfer zu finden. Ohne deren Hilfe könnte der Blutspendedienst die Termine gar nicht anbieten, sagt Heer: Die ehrenamtlichen Helfer aus den Ortsvereinigungen „leisten einen großen Beitrag“.

Demografischer Wandel zeigt sich auch hier

Der demografische Wandel macht sich auch bei den Blutspendern bemerkbar. Es gibt immer mehr ältere Menschen mit großen Spendenzahlen. So wohnen im Kreisteil Hofgeismar zwei Teilnehmer, die jeweils kurz vor ihrer 150. Spende stehen. Nach Heers Beobachtung gibt es gerade in unserer Region „viele treue Spender“ mit 100 und mehr Blutabnahmen.

So läuft die Blutspende ab

2017 wurde das Höchstalter angehoben. Bis zur Vollendung des 72. Lebensjahres können gesunde Menschen beim DRK spenden. Erstspenden sind vom 18. bis zum 64. Lebensjahr möglich. Damit wird nicht nur die Zahl möglicher Spender erhöht. Viele Ältere hätten sich gewünscht, weiterhin Spenden zu können, berichtet die DRK-Repräsentantin.

Spende steht nach drei Tagen zur Verfügung

Blutspenden sind nur begrenzt haltbar. Nach dem Termin werden die Beutel zum DRK-Blutspendedienst nach Frankfurt gebracht, wo sie am nächsten Morgen verarbeitet werden, erklärt DRK-Ärztin Andrea Bornmann. Innerhalb von 24 Stunden müsse das Blut in seine Bestandteile aufgeteilt sein.

Nach drei Tagen kommen die Konserven zurück zum Blutspendedienst Kassel, der sie an Krankenhäuser mit Blutspendedepots in der Region weitergibt. Parallel zur Produktion läuft in Frankfurt die Testung, um die Sicherheit der Konserven sicherzustellen. Ohne Test werden die Konserven nicht freigegeben, ergänzt die Ärztin.

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