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„Wir für die Innenstadt“: Auch Land unterstützt Projekt für Hofgeismar

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Von: Hanna Maiterth

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Erste Ideen und Wünsche werden gesammelt: Simon van Zoest, Leiter der Musikschule Hofgeismar, kann sich vorstellen, einige der Kurse und Angebote in Richtung Innenstadt zu verlagern. Eine Zusammenarbeit biete sich außerdem mit der Jugendarbeit, der VHS, dem Kulturforum, aber auch mit den Geschäftsleuten an.
Erste Ideen und Wünsche werden gesammelt: Simon van Zoest, Leiter der Musikschule Hofgeismar, kann sich vorstellen, einige der Kurse und Angebote in Richtung Innenstadt zu verlagern. Eine Zusammenarbeit biete sich außerdem mit der Jugendarbeit, der VHS, dem Kulturforum, aber auch mit den Geschäftsleuten an. © Hanna Maiterth

Leere Schaufenster reißen dunkle Lücken in das Gesamtbild der Hofgeismarer Innenstadt.

Hofgeismar – Dort sind manchmal nur noch vereinzelt Menschen unterwegs. Zu Beginn – am Zebrastreifen – lockt noch das Eiscafé Dolomiti. Je weiter es Richtung Rathaus geht, desto ruhiger wird es jedoch in der Dornröschen-Stadt. Ein Trend, der durch die Coronapandemie verstärkt wurde, aber nicht nur Hofgeismar betrifft.

Das soll sich nun ändern

Das soll sich nun ändern. „Wir wollen gegen die Verödung der Innenstadt angehen“, sagte Hofgeismars Bürgermeister Torben Busse am Donnerstagabend bei der Gründungsveranstaltung des lokalen Bündnisses „Wir für die Innenstadt“, die im Hotel Victorosa stattfand.

Der Einladung folgten knapp 20 Bürger sowie lokale Akteure – von der Musikschule über das Kulturforum, aus der Jugendarbeit bis hin zu Volkshochschule und der Baunataler Diakonie Kassel. Erklärtes Ziel sei, die Menschen zu vernetzen, um darüber Ideen für weitere Angebote in der Innenstadt zu finden und alte Probleme mit neuen Denkansätzen zu lösen.

Unterstützung gibt es dabei vom Land Hessen

Begleitet wird das Vorhaben zudem von den Mitarbeitern der Stadtentwicklungsbüros Projekt-Stadt aus Kassel und Stadt und Handel mit Hauptsitz in Dortmund. Sie beraten in Hofgeismar darüber hinaus bestehende Unternehmer sowie potenzielle Gründer. Wichtig sei eben auch, vorhandene Angebote zu halten und zukunftsfähig zu machen, erklärten Marvin Coker und Heike Neusüß von der Projekt -Stadt.

Doch müsse nicht erst das Angebot durch Gastronomie und Geschäfte aufgestockt werden, um auf Dauer die Menschen für die Innenstadt begeistern zu können, kam die kritische Nachfrage. Es folgte eine längere Diskussion.

Zweifel und Sorgen sollten lieber angesprochen werden

„Das ist gut“, befand Hofgeismars Bauamtsleiter Dirk Lindemann. „Zweifel und Sorgen sollten lieber angesprochen als runtergeschluckt werden.“ Denn nur so könne auch darüber gesprochen werden. Für Busse ist wichtig, von einer Anspruchshaltung wegzukommen: „In der Vergangenheit haben wir Erwartungen formuliert, die nicht mal eben umgesetzt werden können.“ Erste Ideen und Wünsche wurden am Donnerstag ebenfalls formuliert. Etwa die Jugend bei den Planungen stärker einzubeziehen und für mehr Begrünung in der Innenstadt zu sorgen.

Positiv hervorgehoben wurden unter anderem die reichhaltige Vereinslandschaft, die Angebote der Volkshochschule und die immer besser funktionierende Zusammenarbeit des Kulturforums mit den Geschäftsleuten.

„Wir haben bewusst einen Rahmen außerhalb des kommunalpolitischen Geschehens gewählt“, erklärte Hofgeismars Bürgermeister. Einfluss auf die Entscheidungen in der Kommunalpolitik solle das Bündnis in Zukunft aber nehmen.

Es soll „eine vorbereitende und beratende Funktion gegenüber der Stadtverwaltung und Politik“ haben. Deshalb sei das Bündnis auch als Netzwerk angedacht, das sich über den Förderzeitraum hinaus für „eine zukunftsfähige Innenstadtentwicklung“ einsetzt. „Heute ist nur der Start, wir laden zur Mitarbeit für die nächsten Jahre ein“, sagte Busse

Deshalb wurde den Teilnehmern auch eine Hausaufgabe mitgegeben. Sie sollen sich überlegen, was die Hofgeismarer Innenstadt bieten müsste, damit die Bürgerinnen und Bürger sich gerne dort aufhalten. (Hanna Maiterth)

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