Briefmarkenausstellung und Großtauschtag

Wilhelm Busch, Briefmarken und Feuerwehr in der Hofgeismarer Stadthalle

Haben viele Ideen beigesteuert: Mark Bornhage (links) von der Brandschutzerziehung und Ulrich Reinhardt von den Briefmarkensammlern.
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Haben viele Ideen beigesteuert: Mark Bornhage (links) von der Brandschutzerziehung und Ulrich Reinhardt von den Briefmarkensammlern.

Nicht nur Briefmarkenfans, sondern auch Bücher- und Comicfreunde und Kinder können an diesem Wochenende bei der „Märchenposta 21“ auf ihre Kosten kommen.

Hofgeismar- Die zweitägige Briefmarkenschau (Samstag, 31. Juli, 15 bis 18 Uhr, Sonntag, 1. August, 9 bis 16 Uhr) in der Hofgeismarer Stadthalle ist verbunden mit einem Großtauschtag am Sonntag und einem Theaterstück für Kindergartenkinder am Samstag, das ihnen spielerisch das Verhalten in Notsituationen erklärt, etwa, dass sie sich vor Rauch nicht verstecken dürfen.

Wie der Geschäftsführer der ausrichtenden Briefmarkensammlergemeinschaft von 1932 Hofgeismar, Ulrich Reinhardt, erklärt, zeigt die Schau auf über 40 Quadratmeter Rahmenfläche eine Wettbewerbsausstellung der Offenen Klasse mit verschiedenen Themen. Die Besucher können an beiden Tagen die Sammlungen bewerten und einen Preis gewinnen.

Mehrere Händler haben ihren Besuch angekündigt und ein Sonderpostamt bringt zwei Sonderstempel mit. Man kann auch Briefmarken mit Feuerwehrmotiven und zum Thema „Wilhelm Busch“ passend zum Sonderstempel erwerben. Ulrich Reinhardt hat zudem von der Post in begrenzter Auflage Bögen mit zehn Motivmarken aus Hofgeismar herstellen lassen, die Dornröschen, Max und Moritz sowie prägnante Hofgeismarer Automobile zeigen.

Für die jüngsten Besucher haben sich die Veranstalter etwas Besonderes ausgedacht: Ab etwa 15.15 Uhr am Samstag (bei Bedarf nochmals) führt der Puppenspieler Albert Völkl im Erdgeschoss der Stadthalle (Eingang von der Rathausseite) das Stück „Kleiner Häuptling Helfende Hand“ auf. Es wurde von der Brandschutzaufklärung des Kreises Kassel mit Mark Bornhage entwickelt und 2019 nur zweimal aufgeführt, bevor Corona zum Pausieren zwang, ebenso wie die Märchenposta 2020 ausfallen musste.

Alle Besucher bekommen eine Veranstaltungspostkarte, die sie ausmalen und versenden können. Die Karten werden stilgerecht mit einem Feuerwehrauto transportiert, mit dem Sonderstempel versehen und von der Deutschen Post zugestellt.

Großtauschtag

Am Sonntag findet ein Großtauschtag statt, wo sich Sammler aus ganz Deutschland treffen und mehrere Händler teilnehmen. Jeder Besucher kann eigene Briefmarken von Fachleuten begutachten lassen. Um 10 Uhr wird Dornröschen die Ausstellung besuchen. Zum zweiten Mal beteiligt sich die Arbeitsgemeinschaft Literatur/Theater/Märchen mit einem Sonderstempel am Sonntag an der Märchenposta. Ideengeber und Sponsor des Stempels ist der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Peter Würfel, der auch eine Briefmarke Individuell und eine Pluskarte motivisch passend zum Sonderstempel entworfen hat. Anlass ist das Jubiläum „150 Jahre Max und Moritz 1871 USA“. Die Abbildung stammt aus der Erstausgabe, die sich auch im Besitz des Ideengebers befindet. Zudem gibt es Treffen der Arbeitsgemeinschaften USA/Canada und Spanien im BDPh.

Zwei Sonderstempel

Wie die Deutsche Post mitteilte, hat sie anlässlich der Briefmarkenausstellung „Märchenposta 2021“ in Hofgeismar zwei eigens zu diesem Anlass erstellte Sonderstempel herausgegeben.

Der Stempel am Samstag hat als Bildmotiv einen Feuerwehrdrehleiterwagen Magirus DLK 23/12, der Text lautet: „Deutsche Post / Philatelie / Märchenposta 21 / BSG Hofgeismar / DLK 23/12 / Brandschutzaufklärung LK Kassel“. Der Stempel am Sonntag hat als Bild die Buchtitelseite Max und Moritz, Erste Ausgabe in den USA von 1871. Der Text lautet: 150 Jahre / Max und Moritz / Erstausgabe / 1871 USA / Arge / Literatur/Theater/Märchen e.V. / Max and Maurice / Juvenile History / IN / Seven Tricks / By / William Busch. Die Deutsche Post Philatelie ist vor Ort und führt diese Stempel mit, es werden aber diesmal keine weiteren Produkte bei der Ausstellung zum Verkauf angeboten. Philatelie-Liebhaber erhalten die Sonderstempel außerdem ab dem jeweiligen Ausgabetag für einen Monat bei der Deutschen Post AG, Niederlassung Multikanalvertrieb, Sonderstempelstelle Brief, 92627 Weiden.

Schau mit Max und Moritz

Als Besonderheit ist in der Stadthalle eine Ausstellung über den Zeichner und Dichter Wilhelm Busch zu sehen, der mit seinen Bildergeschichten, allen voran „Max und Moritz“, quasi die Comics miterfunden hat. Peter Würfel (Münster) hat nicht nur den Sonderstempel angeregt, sondern beteiligt sich in Hofgeismar mit einer sehr umfangreichen Ausstellung von Max und Moritz-Buchausgaben in diversen Sprachen und Dialekten. Die Originalbücher, darunter die zweite und dritte Ausgabe von Max und Moritz aus den USA, können am Stand der Arbeitsgemeinschaft Literatur/Theater/Märchen betrachtet werden.

Das Motto „So viel Busch gab’s noch nie“ belegen auch noch nie gezeigte Original Bilderbögen von Wilhelm Busch aus seiner Zeit in München in den 1890er Jahren. Dazu gehören außerdem Foto Essays der Marken aus dem Deutschen Postarchiv, die komplette Phasendruckserie der Max und Moritz-Ausgabe von Penrhyn, Prägekarten und Telefonkarten, erstmals gezeigte Wilhelm Busch Ausstellungskarten (etwa Sonderstempel aus Zagreb von 1942) und alle vom Aussteller entworfenen Briefmarken individuell zu Wilhelm Busch und Max und Moritz sowie ein Brief mit 308 D-Mark Porto. (Thomas Thiele)

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