Liebenau und Trendelburg müssen abkochen

Zehntausend in der Nordspitze hatten Keime im Trinkwasser

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Hofgeismar. Derzeit haben zwei Kommunen im Kreisteil Hofgeismar Probleme mit unreinem Trinkwasser. In diesem Jahr mussten aber schon vier Kommunen wegen Kolibakterien im Leitungswasser Abkochgebote aussprechen.

Insgesamt waren etwa 10.000 Menschen über mehrere Wochen durch die Keime eingeschränkt.

Damit hat das Jahr 2017 laut Landkreis-Pressesprecher Harald Kühlborn den Rekord des Vorjahres bereits geknackt, als es dreimal zum Abkochgebot in der Nordspitze Hessens kam.

Dieses Jahr mussten Bad Karlshafen, Oberweser und Trendelburg jeweils einmal und Liebenau bereits dreimal ein Abkochgebot aussprechen. „Besonders auffällige Gemeinden gibt es dabei nicht“, sagt Kühlborn. Vermutlich sei Starkregen nach langer Trockenheit eine Ursache für die Überschreitung des Kolibakterien-Grenzwertes im Wasser. So würde die Verunreinigungen von der Oberfläche ins Grundwasser gelangen.

Liebenau und einige Ortsteile sind bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres betroffen. Bürgermeister Harald Munser betont: „Wir setzen wieder alles daran, das Wasser durch Chlorung keimfrei zu machen – genau wie alle anderen Kommunen, denen das passiert.“ Mittlerweile seien die Bewohner aber durchaus frustriert über die wiederholt lästige Einschränkung im Alltag. Um der Verkeimung langfristig aus dem Weg zu gehen, überlege die Stadt nun, eine UV-Anlage zu installieren, die das Wasser durch Bestrahlung desinfizieren soll.

Dieselbe Maßnahme plant auch die Stadt Trendelburg. „Einer unserer Brunnen ist anfälliger als die anderen beiden im Leitungssystem“, sagt Bernhard Dierkes von den Trendelburger Wasserwerken. Eine UV-Anlage sei eine sinnvolle Investition. Noch ist unklar, wann das Abkochgebot in Trendelburg und Liebenau wieder aufgehoben werden kann. 

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