Leser haben coronakonforme Vorschläge

Zu Ostern an die frische Luft: Tipps für den Kreisteil Hofgeismar

Uwe Schrage von der Straußenfarm Wülmersen mit Straußen.
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Umringt: Besichtigungen darf Uwe Schrage von der Straußenfarm Wülmersen derzeit nicht anbieten. Aber da seine Tiere auf der Weide sind, kann man diese bei einem Spaziergang vom Weg aus beobachten.

Zum zweiten Mal in Folge wird Ostern nicht in gewohnter Form stattfinden. Die meisten traditionellen Veranstaltungen fallen aus, Lokale und Freizeitstätten haben geschlossen.

Kreisteil Hofgeismar -Viele wird es deshalb an den Feiertagen erneut ins Grüne ziehen, wo man mit Rücksicht und Abstand ganz coronakonform unterwegs sein kann. Wir haben uns bei Lesern umgehört, welche Vorschläge sie für Ostern an der frischen Luft haben. Und sicher findet jeder fast vor der eigenen Haustür ein ähnliches Plätzchen.

Ganz vorn steht natürlich der Tierpark Sababurg, wo gerade jetzt wieder viele Tierkinder zu sehen sind. Der Einlass ist allerdings, wie mehrfach berichtet nur mit Online-Anmeldung (tierpark-sababurg.de) möglich. Seit dem 1. April gelten längere Öffnungszeiten. Einlass ist von 8 bis 19 Uhr, Besucher können bis 20 Uhr auf dem Gelände bleiben.

Daneben hat der Kreisteil Hofgeismar viele weitere attraktive Orte zu bieten: „Wülmersen ist immer einen Ausflug wert“, sagt Karl-Erwin Franz aus Bad Karlshafen. Dort könne man die Vögel der Straußenfarm vom Weg aus auf ihrer Weide beobachten und in der Nähe einen Blick auf die Fischzuchtanlage werfen. Das Café des Schlosses bietet Kuchen und Kaffee an Ostern zum Mitnehmen an.

Nicht mehr im Altkreis, aber nicht weit entfernt liegt ein weiterer Tipp des Karlshafeners: Zwischen Bühne und Haarbrück liegt im Wald die Einsiedelei Klus Eddessen mit einer sehenswerten Kapelle. Den Ort erreicht man wegen Bauarbeiten am besten zu Fuß von Manrode oder Bühne aus.

Einen Besuch wert ist laut Helga und Albert Kauffeld immer wieder das Wesertal bei Reinhardshagen. „Wer eine besondere Sicht erleben möchte, sollte von Vaake aus der Spinnstubenhütte am Waldrand einen Besuch abstatten“, sagt der 74-Jährige. Von dort könne man auf Vaake, Veckerhagen und Hemeln blicken. Zwischen den beiden Ortsteilen befindet sich direkt an der Weser eine weitere Spinnstubenhütte: „Hier kann man Rast machen und dann weiter am Wasser entlang radeln oder laufen“, erklärt Helga Kauffeld. Sie ergänzt, dass man dabei nicht nur schöne Landschaft und Fachwerkhäuser sehen könne, sondern auch ein gutes Eis bekomme.

Eine Kombination aus Historie und Naturerleben bietet der Mühlenwanderweg, der in Calden beginnt und sich durch drei Ortsteile zieht. „Der Weg zeigt alle zwölf Mühlenstandorte und macht deutlich, wie man einst die Wasserkraft genutzt hat“, erklärt Holger Neumeyer. Wer sich weniger bewegen möchte, dem empfiehlt der 51-Jährige einen Ausflug nach Ehrsten zu den Ausgleichsflächen für den Flughafenbau: „Hier kann man auf einer riesigen Weidefläche schottische Hochlandrinder beobachten.“ Empfehlenswert sei auch der Habichtswaldsteig am Dörnberg.

Wer sich eher Vögel interessiert, dem rät Hans-Peter Giebing, die Vogelbeobachtungshütte am oberen Kelzer Teich zu besuchen. „Das ist ein herrlich ruhiger Ort, wo man mit etwas Geduld und einem Fernglas im Gepäck sicher belohnt wird.“ Zudem empfiehlt Giebing einen der drei Grebensteiner Denklehrpfade. „Und wer sich einfach etwas Gutes tun möchte, der geht in den Wald und erntet den ersten Bärlauch.“

Apropos Wald: „Besonders schön ist es im Holzapetal – von Keßpfuhlsteich aus bei Gottsbüren kann man durch Wiesentäler bis nach Wülmersen wandern.

Eine Teichtour in Immenhausen schlägt Jürgen Wolf vor: „Man könnte sich vom Kampteich im Ort weiter zum Rothbalzer Teich und dem Bennhäuser Teich nahe des Pfadfinderheims fortbewegen, wo es sehr idyllisch ist.“ Wem das nicht reiche, der könne zu Beginn am Ortseingang aus Richtung Grebenstein das Biotop hinter dem dortigen Rittergut aufsuchen, wo sogar eine Sammlung von Bäumen des Jahres zu bewundern ist. (Tanja Temme)

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