Abstand kein Problem - Alternativen im Netz

Zu Ostern war genug Platz für Gläubige in den Kirchen

Gottesdienst zu Ostern 2021 in der Brunnenkirche in Hofgeismar.
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Abstand muss sein: Pfarrer Axel Nolte hielt in der Brunnenkirche in Hofgeismar am Sonntag gleich zwei Gottesdienste ab. Maximal 24 Menschen dürfen in Pandemiezeiten hier dabei sein.

Das Einhalten der Corona-Regeln ist in den Kirchen im Kreisteil Hofgeismar zu Ostern offenbar reibungslos verlaufen. Es habe keinen Ansturm auf die Präsenzgottesdienste gegeben.

Kreisteil Hofgeismar - Das teilte Sven Wollert, Pfarrer in Westuffeln und Öffentlichkeitsbeauftragter im Evangelischen Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen, am Ostermontag auf Anfrage mit.

Er habe keine Rückmeldungen von Kollegen über Probleme mit Abständen oder anderen Hygienevorgaben erhalten, sagte Wollert. Zum Beispiel auch nicht aus Hofgeismar, wo in der Neustädter Kirche, der Altstädter Kirche und der Brunnenkirche jeweils Präsenzgottesdienste angeboten wurden. In der Neustädter Kirche sei am Gründonnerstag eine coronakonforme Wandelkommunion gefeiert worden – mit 21 Personen. Wer das Gotteshaus kenne, der wisse, dass damit ausreichende Platz für Abstand zur Verfügung gestanden habe, sagte Wollert.

In der Brunnenkirche in Hofgeismar war es ähnlich: Dort kamen am Ostersonntag einmal zehn und einmal 19 Menschen zum Gottesdienst, berichtete Pfarrer Axel Nolte unserer Zeitung – maximal wären jeweils 24 möglich gewesen. Gläubige zeigten dort Verständnis für die Coronaregeln, freuten sich aber auch darüber, den Ostergottesdienst in der Kirche gemeinsam feiern zu können.

Dies zu ermöglichen, oder auch zu Ostern nur auf Angebote wie Online-Andachten und offene Kreuzwege an der Kirche zu setzen, das hätten die jeweiligen Kirchenvorstände entschieden, erläuterte Wollert. Das geschehe jeweils nach den Gegebenheiten vor Ort, von Lüftungsmöglichkeiten über Raumangebot bis hin zu möglichen Helfern für die Organisation. Ein einheitliches Konzept sei daher auf Ebene des Kirchenkreises, ja schon für die einzelnen Kooperationsräume mit jeweils mehreren Gemeinden, nicht möglich.

Wollert selbst hatte zu Ostern auf Präsenzgottesdienste verzichtet und zuvor Onlineangebote aufgezeichnet. Dadurch habe ihm persönlich aber der sonst erlebte Spannungsbogen gefehlt – von dem tiefsten Abgrund mit der Todesstunde Jesu bis hin zur Feier der Auferstehung. Zwar gab es einen Live-Gottesdienst im Internet mit Abendmahl im Kirchenbezirk Wilhelmsthal-Liebenau und dieser sei auch schön gewesen, aber es fehle eben auch die unmittelbare Rückmeldung der Gläubigen wie bei einem Präsenzgottesdienst.

Auch für katholische Christen gab es Präsenzveranstaltungen in der Region. Traditionell treffen sich an Karfreitag beispielsweise Gläubige aus Uslar, Vernawahlshausen, Lippoldsberg und Bodenfelde, um den Kreuzweg von der kath. Kirche in Vernawahlshausen zur „St.-Maria-Goretti-Kirche“ in Lippoldsberg zu gehen. 2020 fiel die Veranstaltung aus, diesmal waren – mit Coronaabstand – zwei Frauen und fünf Männer dabei, teilte Diakon Norbert Linkmann am Montag mit. (Matthias Müller)

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