Zwei Kitas bleiben während des Hessentags in Hofgeismar geschlossen

Kein Betreuungsangebot: Die Kindertagesstätten Am Anger und Adolf-Häger-Straße bleiben zum Hessentag in der ersten Juniwoche des kommenden Jahres geschlossen. Fotos:  Skupio

Hofgeismar. Ruhig wird es in den Kindertagesstätten Adolf-Häger-Straße und Am Anger in Hofgeismar während des Hessentags. Die städtischen Einrichtungen sind in der ersten Juniwoche 2015 aufgrund der Großveranstaltung geschlossen.

„In der Woche vom 1. bis zum 5. Juni können wir keine Betreuung anbieten“, bestätigt Eva Rau, Fachgebietsleiterin der städtischen Kitas und Leiterin der Kita Adolf-Häger-Straße. Der 4. Juni sei wegen des Feiertags (Fronleichnam) sowieso geschlossen.

„Für diese vier Tage wird in den anderen drei städtischen Kindergärten Hohes Feld, Hombressen und Schöneberg ein Bedarfsdienst angeboten“, sagt Rau. Im Frühjahr werde man abfragen, welche Eltern dies in Anspruch nehmen wollen.

„Für uns ist das Routine, wir verfahren mehrmals im Jahr so, beispielsweise während der Sommerferien.“ Rau ist zuversichtlich, dass es auch zum Hessentag mit der Betreuung durch den Bedarfsdienst klappt.

Vorausschauend auf mögliche Urlaubsplanungen sei den Eltern diese Vorabinformation beim Elternabend vor zwei Wochen bereits mitgeteilt worden. „Die Eltern haben gut reagiert und meinten, dass man mit dieser Ausnahmesituation großzügig umgehen solle.“

Um auch diejenigen zu informieren, die nicht vor Ort waren, wird im Laufe der nächsten Woche nochmal ein Brief an alle Eltern verschickt.

Kita-Leiterin Eva Rau

„Die Kitas liegen direkt am Knotenpunkt der Hessentagsstraße und werden in der Zeit nicht mit dem Auto erreichbar sein“, erklärt die Fachgebietsleiterin. Weil sie im Anschluss direkt zur Arbeit fahren würden, brächten schätzungsweise 60 bis 70 Prozent der Eltern ihre Kinder mit dem Auto zum Kindergarten.

Doch nicht allein darum sei ein Betrieb während des Hessentags nicht möglich. Die Erzieherinnen richten über die zehn Tage der Veranstaltung das Kinderland am Baumhagen aus, was „viel Personal binde“.

Mehrere Mitarbeiter seien in zwei Schichten acht bis neun Stunden für die Betreuung von fünf Spielstationen zuständig. Es handele sich dabei um ein Spielangebot für Eltern mit Kindern und sei kein Betreuungsangebot.

Bei einer derartigen Großveranstaltung sei dies rein rechtlich nicht möglich. „Wie sollen wir außerdem die Eltern dort wiederfinden, wenn ihr Kind einen Einsamkeitsanfall bekommt?“

Von der Schließung betroffen sind 120 Kinder in der Adolf-Häger-Straße und 95 Kinder am Anger.

Von Gudrun Skupio

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