Album kommt am 3. Februar in die Läden

Zweites Rap-Album von Hofgeismarer Musiker: Heimat statt Gangster-Klischees

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Von Hofgeismar aus auf die Bühnen: Der Rapper Pimf (Jonas Kramski) bringt zum 3. Februar sein zweites Album heraus. 

Hofgeismar.  In seiner Musik spielen persönliche Erlebnisse eine besondere Rolle: „Justus Jonas“ heißt das neue Album von Jonas Kramski, welches am 3. Februar in die Läden kommt.

Der Titel soll an den Detektiv aus der Krimi-Reihe „Die drei Fragezeichen“ erinnern. „Es ist einfach ein cooler Titel“, so der Hofgeismarer Rapper, „außerdem höre ich das immer noch gerne zum Einschlafen.“

Diese persönliche Note spiegelt sich in all seinen Songs wieder. „Eigentlich ist alles was ich mache autobiografisch.“ Statt veralteten Klischees vom Gangster-Rap über Drogen und Gewalt geht es bei Pimf um Freunde, seine Reisen und seine Heimat. 

Nachdenklicher Rap

„Ich bin schon sehr im Mikrokosmos Hofgeismar drin und rappe über alles, was mich umgibt“, sagt Kramski.

Auch das Video zu einem seiner Lieblingssongs vom neuen Album wurde komplett in und Hofgeismar und Umgebung gedreht. So ist in „So weit so gut“ die Hofgeismarer Kneipe Zap und das Rathaus aus der Vogelperspektive zu sehen. „Meine Lieder hört man nicht zum Party machen“, so Kramski, der seine Musik als nachdenklich, aber immer mit positivem Ausblick beschreibt.

Im Alter von zwölf hat der Hofgeismarer seine ersten Rap-Versuche im Kinderzimmer absolviert. Seine Freunde waren immer älter als er, so kam er auch zu seinem Künstlernamen Pimf. „Im Rap-Kosmos war ich immer der Jüngste, das hat nichts mit meiner Körpergröße zu tun,“ sagt er lachend.

Sein Debütalbum „Memo“ brachte ihm nicht nur eine Platzierung in den Top 50 der Charts, sondern auch eine voll ausverkaufte Releasparty im Kasseler Kulturzentrum K19. „Ich hätte nie mit so einem Erfolg gerechnet“, sagt Kramski.

Ruhepol Heimat

Der Höhepunkt sei allerdings der Auftritt beim Hip Hop Festival Splash vor 3000 Zuschauern gewesen. Inzwischen stand er über 100 Mal auf der Bühne, immer mit seinem Freund und Rapper-Kollegen Kico. „Unterwegs zu sein ist das Schönste“, sagt Kramski, „ich habe das Glück durch meine Musik viele Städte kennenzulernen.“ Übers Wegziehen habe er dennoch nie nachgedacht. „Hofgeismar bringt dich wieder runter, ich brauche das als Ruhepol.“

Einen Plan B zur Musik gibt es noch nicht. „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich noch ein paar Jahre weiter machen kann und es sich finanziert.“ Sein zweites Album bringt er nun in voller Eigenregie heraus.

Pimf im Netz

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