Ab Montag unter Auflagen wieder geöffnet

Abstandsregeln beachten: Der Platz bei den Friseuren wird knapp

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Viel Arbeit: Gudrun Kitzinger (links) und Inhaberin Alexandra Seel bereiten den Friseursalon Team Silhouette in Hofgeismar auf die Öffnung vor. Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Möbelrücken gehören dazu.

Um ihre Salons wieder öffnen zu können, leisteten die Friseure im Vorfeld viel Arbeit. Desinfektionsmitel, Gesichtsmasken, Handschuhe und Einmal-Umhänge mussten beschafft werden.

Die Nerven bei den Friseuren liegen blank, und auch die Kunden bekommen langsam lange Haare. Denn nachdem zunächst von einer Wiederöffnung der Friseurläden am kommenden Montag, 4. Mai, ausgegangen wurde, war in der am Dienstagabend veröffentlichten 8. Corona-Verordnung von einer Verschiebung auf den 11. Mai die Rede. Das sorgte gestern für viel Verwirrung, bis klar wurde, dass nach der heutigen Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin dann morgen im Wiesbadener Kabinett höchstwahrscheinlich eine Veränderungsverordnung beschlossen wird, die den Frisören erlaubt, am 4. Mai nach wie vor zu öffnen.

Entsprechend groß war die Aufregung gestern bei den Friseuren, bei denen sich zahlreiche Kunden per E-Mail oder Telefon gemeldet haben und die bereits viele Termine vergeben haben. „Das alles rückgängig zu machen, wäre nicht mehr zu schaffen“, meinte beispielsweise Friseurmeisterin Gudrun Kitzinger vom Salon Team Silhouette in Hofgeismar.

Schon viele Termine vereinbart

Gemeinsam mit Inhaberin Alexandra Seel hat sie nervenaufreibende Tage hinter sich. Denn die neuen Hygienevorschriften besagen, dass in ihrem 55-Quadratmeter-Salon nur zwei Mitarbeiter jeweils einen Kunden bedienen dürfen. Zum Glück können sie die leer stehenden Räume eines gerade unvermieteten Geschäftes nutzen, so dass der Vier-Personen-Betrieb räumlich und zeitlich entzerrt werden kann. Es wird Früh- und Spätschichten geben, zwischen 6 Uhr und Mittag sowie Mittag und 22 Uhr.

Genug Anmeldungen gibt es bereits, denn Haare wachsen pro Monat um 1 bis 1,5 Zentimeter. Manche Kunden hätten zwischendurch zur Selbsthilfe und eigenen Schere gegriffen, manche Männer ihre Begeisterung für eigene lange Locken entdecken müssen. Weil sich die üblichen Kunstfaser-Umhänge nicht kochen lassen, müssen neue Einmalstücke benutzt werden, dazu Handschuhe, Gesichtsmasken und viel Desinfektionsmittel zur Flächenbehandlung nach jedem Kunden. Der Vorrat reicht erst mal für zwei bis drei Wochen, doch es zeichnen sich Lieferprobleme und Preissteigerungen für die gefragten Waren ab. Die Friseure drücken die Daumen, dass nichts dazwischen kommt und sie die Kunden ab Montag per Schere wieder glücklich machen können.

Diese Regeln gelten beim Friseur

  • Es dürfen nicht mehr als zwei Personen bedient werden.
  • Das Betreten des Salons ist nur mit Schutzmaske und ohne Begleitperson erlaubt.
  • Jeder Kunde muss sich unaufgefordert im Waschraum die Hände waschen.
  • Jeder Kunde muss 1,50 Meter Anstand zu anderen halten.
  • Vor allen Haarschnitten müssen jedem Kunden die Haare im Salon gewaschen werden.
  • Friseure dürfen derzeit keine Behandlungen im Gesicht vornehmen – kein Bartschnitt, Wimpern- oder Augenbrauenbehandlung.
  • Der Salon darf keine Getränke oder Zeitschriften anbieten, mitgebrachte Getränke sind aber erlaubt.

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