„Das gibt’s nicht noch mal“

Rumänienhilfe unterstützt Kirchengemeinde in Fogarasch

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In der Kleiderkammer der evangelischen Kirchengemeinde Fogarasch ist immer was los. Ramona Kessler (links) ist in dem Projekt fest angestellt. Neben ihr steht Günter Rüddenklau.

Pfarrer Johannes Klein hat mit seinen Mitarbeitern insgesamt acht Gemeinden zu betreuen. Mittelpunkt ist die Evangelische Kirchengemeinde A.B. Fogarasch.

Der Gemeindeverbund gilt als beispielhaft in ganz Rumänien, denn neben der kirchlichen und seelsorgerlichen Arbeit organisiert die Gemeinde Freizeiten, macht Bildungsarbeit und unterhält zahlreiche soziale Projekte.

Zwei davon werden seit acht Jahren von der nordhessischen Südosteuropahilfe der beiden Biobauern Ottmar Rudert (Ostheim) und Günter Rüddenklau (Westuffeln) unterstützt.

Zu Besuch in Transsylvanien 

Am Dienstag besuchten die beiden wieder Fogarasch. Zwei Tage zuvor hatte der für die 40.000-Einwohnerstadt in Transsylvanien bestimmte 40-Tonner-Lkw die Hilfsgüter bei der Kirchengemeinde abgeladen. Für Fogarasch sind vor allem Fahrräder und Kleidung bestimmt. Denn Pfarrer Kleins Gemeinde betreibt eine Kleiderkammer und eine Fahrradwerkstatt.

In den beiden Einrichtungen finden mehrere Rumänen Arbeit. In der einen Abteilung werden Fahrräder gecheckt, repariert und fahrtüchtig gemacht, in der anderen werden die Kleidungsstücke aus Deutschland nach Größe und Art sortiert und als Angebote in die Regale gelegt und auf die Ständer gehängt.

Das einzige Projekt mit Vermarktungserlaubnis 

Pfarrer Kleins Projekt ist das einzige, dem Rudert und Rüddenklau erlauben, die Spendengüter der Nordhessen zu vermarkten. Das hat seinen Grund: „Der Pfarrer konnte uns überzeugen, dass der Erlös aus dem Verkauf wiederum anderen sozialen Projekten der Großgemeinde zugutekommt“, sagt Rudert. „Da fließt nichts in dunkle Kanäle“, ergänzt Rüddenklau. Zudem seien durch das Projekt Arbeitsplätze geschaffen worden.

Christiane Neubert ist Kirchenmusikerin in Fogarasch. Die Chemnitzerin kam vor 18 Jahren nach Rumänien und spielt in Kleins Gemeinden Orgel, Gitarre, leitet Chöre und organisiert Freizeiten für Kinder und Erwachsene. Daneben kümmert sie sich aber auch um die Liegenschaften. Denn in allen der kleineren Gemeinden des Verbundes stehen noch eine Kirche, ein Pfarrhaus und in einigen auch noch ein Gemeindesaal. 

Aufwand wird bei Rundreise dargestellt 

Am Dienstag stellte sie ihren beiden Landsleuten den großen Er- und Unterhaltungsaufwand bei einer kleinen Rundreise vor. „Die Spenden aus Deutschland helfen uns mit, dass wir diese Aufgaben stemmen können“, sagt Neubert.

Auch in Fogarasch gibt es noch bitterarme Viertel. In einem unterhält die evangelische Gemeinde ein weiteres Projekt. Pfarrer Klein freute sich, dass er Rüddenklau und Rudert am Dienstag dorthin mitnehmen konnte.

Und die kommen nie mit leeren Händen: Wie üblich hatten sie wieder ein paar Kleidungsstücke, Schuhe, Artikel des täglichen Bedarfs und selbstverständlich Schokolade für die Kinder dabei. Pfarrer Klein: „Die Hilfe, die die beiden seit Jahren leisten, ist ohne Beispiel. Das gibt’s so nicht noch mal.“

Unser Redakteur Gerd Henke ist mit den Helfern in Rumänien unterwegs und berichtet von dort.

Hinweis: Geldspenden können weiterhin auf das Konto bei der Evangelischen Bank Kassel, IBAN DE13 5206 0410 0002 0001 05, eingezahlt werden. Verwendungszweck: „Moldawienhilfe“. Spendenquittungen werden ausgestellt. Adresse bitte angeben.

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