Werbeaktion des Kreisverbandes erfolgreich

Imker-Neulinge starten durch

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Neu-Imker und „alten Hasen“ tauschten sich aus

Sielen/Eberschütz/Ostheim/Deisel. 13 Neu-Imker hat der Kreisverband der Bienenzüchter Anfang 2009 durch eine Werbeveranstaltung gewonnen. Die Neuzugänge unterschrieben einen Vertrag, zahlten eine Gebühr und konnten schon ihr erstes eigenes Bienenvolk mit nach Hause nehmen.

Sielen/Eberschütz/Ostheim/Deisel. Die paar Stiche am Anfang hat Bernd Predak locker weggesteckt. Das Trostpflaster konnte sich schließlich sehen lassen. Sechzig Kilogramm selbst geschleuderten Honig hat der Lagerist aus Ostheim bisher in Gläser füllen können. Dabei widmet der 42-Jährige sich erst seit einem Jahr der Imkerei.

Predak ist einer der 13 Neu-Imker. „Der Umfang der Imkerei in der Bundesrepublik ist seit Jahren rückläufig“, erklärt Kreisvorsitzender Wolfgang Scheele (Eberschütz) den Hintergrund der Aktion, Nachwuchs zu gewinnen. Den Kontakt zu einem Imker-Paten, der mit Rat und Tat zur Seite steht, gab es dazu. Jetzt trafen sich „alte Hasen“ und „Frischlinge“ auf dem Grundstück von Imker Albert Gmeiner bei Sielen zu einem Erfahrungsaustausch. Von ursprünglich 14 Interessenten haben sich, nach etwas mehr als einem Jahr, 13 für das Weitermachen entschieden.

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Hobby für meinen Sohn, erzählte Brigitte Küsters (52) aus Hofgeismar. Es sollte mit der Natur und möglichst mit Naturschutz zu tun haben, dem er großes Interesse entgegen bringt.

Die Ergo-Therapeutin kam alleine, weil der elfjährige Nando mehr Spaß an der Praxis hat, als am darüber Reden. Mutter und Sohn werden von Hermann Rudolph aus Schöneberg betreut. „Es ist gut den Verein im Rücken zu haben. Erstens wegen der Sachkenntnis und zweitens wegen des Bienenvolks und der Ausrüstung. Alles zusammen wäre eine Investition von rund 250 Euro“, stellte die neue Imkerin fest.

In den Familien Predak und Küsters wird der Honig aufs Brot gestrichen, geschleckt oder an gute Freunde verschenkt. Nicht viel anders ist es bei Uwe Lohe aus Deisel. Nur, der 46-jährige Umschüler hat aus seinem neuen Hobby ein geschäftliches Standbein gemacht. Er ist der Senkrechtstarter unter den Neulingen. Erst waren es zwei Völker, die er von Gerhard Heere übernahm. Dann bildete er Ableger um Ableger.

Inzwischen sind es 15 Bienenvölker, die Lohe am Deiselberg, an der Diemel und im Sauren Tal in Magazinen aufgestellt hat. Der Honig, je nach Jahreszeit mild und hell oder bräunlich und würzig, wird von dem Neu-Imker im näheren Umfeld auf den Markt gebracht. Wie auch die anderen Anfänger hat Lohe einen Paten (Karsten Menke) und er hat einen Honiglehrgang mitgemacht.

„Die Imkerei ist ein Hobby, bei dem man Freude an der Natur, Entspannung und sogar Geschäftliches miteinander verbinden kann“, stellte Lohe fest. Im nächsten Jahr will Hermann Rudolph sich von seinen Bienenvölkern trennen. Der Senior-Imker hat Brigitte und Nando Küsters bereits sein Vertrauen signalisiert. Eine unglaubliche Entwicklung, nennt das die 52-jährige.

Senior-Imker gibt Erfahrungen weiter

Interessante Lektüre - nicht nur für Einsteiger - hatte Robert Henne dabei. Der 91-Jährige Ehrenvorsitzende stellte sein neues Buch vor: Mein Leben mit den Bienen. Über 80 Jahre Imkern - vom Strohkorb bis zum Zander-Flachzargenmagazin, 140 Seiten mit farbigen Fotos, 14,95 Euro, Selbstverlag. Erhältlich bei Robert Henne, Steinstraße 16, Bad Karlshafen-Helmarshausen, Tel.:  0 56 72/7 28  . (ziv)

Kontakt: Wolfgang Scheele, Hümmer-Straße 1, 34388 Trendelburg-Eberschütz, Tel.:  0 56... , E-Mail: w.scheele@eberschuetz.de.

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