Spenden von 133 Personen

40.000 Euro für Kunstrasenplatz in Immenhausen: Ab jetzt teppichweiches Spiel

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Vier Jahre dauerte es von der Idee bis zum fertigen PLatz: Mitglieder der TSV Immenhausen brachten das Projekt auf den Weg, ganz vorn dabei (von links) Lars Obermann, Christian Reiser und Siggi Exner. Ab sofort trainieren hier Teams aus Immenhausen, Mariendorf und Holzhausen.

Am Samstagnachmittag wurde der neue Kunstrasenplatz in Immenhausen spielerisch eingeweiht. Die Fertigstellung des Platzes dauerte gerade mal acht Wochen.

Asche ade, kein Knie tut mehr weh: Dass Fußballspielen auf dem einstigen Hartplatz am Immenhäuser Bernhardt-Vocke-Stadion nicht immer ein Vergnügen war, blutige Beine und zerkratzte Ellenbogen normal waren, wurde bei der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes deutlich. Knapp 300 Gäste waren am Samstagnachmittag dabei, als das neue Spielfeld eine Art Taufe erlebte, indem hier das erste kleine Turnier stattfand.

Bevor es sportlich wurde, meldete sich Christian Reiser, Vorsitzender der Turn- und Sportvereinigung (TSV) zu Wort, zeigte den langen Weg zum Spielfeld mit Teppichcharakter auf. Da der Platz in den ersten Jahren des Jahrtausends, also vor gut 15 Jahren, letztmals saniert worden war, hatte er „im Winter 2015/16 einen Zustand erreicht, der nicht mehr tragbar war“. Nun war für den TSV- Vorstand Handeln angesagt. Sowohl die Stadt als auch den Landkreis Kassel und das Land Hessen holten sie mit ins Boot, konnten sie doch das Halbe-Million-Euro-Projekt nicht allein stemmen. 

Einen Hieb verteilte der Vereinschef dabei in Richtung Landesbehörden, die sich für die Bearbeitung der Anträge viel Zeit genommen hätten. „Hier muss sich unbedingt etwas verbessern“, sagte er abschließend zu dieser Phase, die eine echte Hürde darstellte und erst Ende 2018 mit der schriftlichen Zusage, dem Bewilligungsbescheid, ihr Ende fand.

Kunstrasenbefürworter: 300 Gäste aus Sport, Politik und dem Verein erlebten die Einweihung im Bernhardt- Vocke- Sportzentrum in Immenhausen.

Von da an ging alles recht zügig, so dass Ende September vergangenen Jahres endlich mit dem Planieren, Begradigen und Schottern des 5500 Quadratmeter großen Fläche begonnen werden konnte. „Bei unserem Kunstrasenplatz haben wir uns für die umweltverträglichste Variante entschieden“, erklärte Reiser und spielte damit auf die mehr als hundert Tonnen Sand an, mit welchem das Areal anstelle von Kunststoffpartikeln befüllt wurde.

Auch Stefan Reuß, Präsident der Hessischen Fußballvereinigung ging auf Ähnliches ein: Kritiker dürften die Langlebigkeit eines solches Platzes nicht vergessen, der zudem in allen Jahreszeiten genutzt werden könne, sagte er und bezog sich damit auf den Umweltschutz. Gerade mal acht Wochen dauerte es schließlich, bis das Spielfeld fertiggestellt war.

Viele halfen bei der Finanzierung mit

Was der neue Kunstrasenplatz gekostet und wer sich in welcher Höhe beteiligt hat, erläuterte TSV- Kassierer Lars Obermann: An den 540.000 Euro Gesamtkosten beteiligten sich die TSV mit 140 000 Euro und die Stadt Immenhausen mit 170.000 Euro. Bemerkenswert sei, dass 133 Menschen für den Platz gespendet haben. Allein darüber kamen 40.000 Euro in die Kasse. Ein Dankeschön richtete Obermann auch in Richtung Siggi Exner, der „viele Sponsoren an Land geholt hat“ sowie die zahlreichen Helfer, die tatkräftig mit anpackten.

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