Einige Veränderungen 

Ausblick: Immenhausen hofft auf Lösung für Glashütte

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Seit vielen Jahren sucht die Stadt nach einer Lösung für das verfallene Glashüttengelände: Im Jahr 2016 könnte es damit nun endlich vorangehen.  Beutner

Immenhausen. In unserer neuen Serie haben wir mit Rathauschefs über das kommende Jahr gesprochen. Heute geht es um Immenhausen.

In diesem Jahr ändert sich in der Stadt Immenhausen einiges: Mit Jörg Schützeberg steht nun ein parteiloser Mann an der Verwaltungsspitze. Er hat Altbürgermeister Herbert Rössel (SPD) abgelöst.

Da Schützeberg sich noch einarbeitet, hatten wir in Absprache mit dem neuen Bürgermeister eine Vorausschau auf 2016 mit dem Altbürgermeister gemacht.

Bauprojekte

Bis zum Sommer soll der Kindergarten am Kirchweg fertiggestellt werden. 18 Parkplätze am Gemeinschaftshaus kommen hinzu. Die Sanierung des vorhandenen Kindergarten-Gebäudes soll bis spätestens Ostern 2017 fertig sein. Außerdem ist ein ganz wichtiger Punkt der weitere barrierefreie Ausbau der Stadt.

Konkret sollen eine behindertengerechte Toilette im Rathausgebäude und ein Fahrstuhl für den Ratskellersaal installiert und die Bordsteine an Gehwegen auf ein Nullniveau gebracht werden. Weiterhin sollen die Freizeitanlagen in Holzhausen und Immenhausen mit neuen Dächern und Toiletten aufgewertet werden.

Altlasten

Seit vielen Jahren kämpft die Stadt nun schon darum, eine Lösung für das verfallende Glashüttengelände zu erreichen. Der südliche Teil der maroden Produktionshalle soll abgerissen, die Lagerhalle zu barrierefreien Wohnungen ausgebaut werden.

Die früheren Eigentümer hatten sich laut Stadtverwaltung nicht unbedingt kooperativ beim Thema Glashütte verhalten, die jetzigen seien aber offenbar daran interessiert, zusammen mit der Stadt Immenhausen zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

Flüchtlinge

„Die Lage ist überhaupt nicht einschätzbar“, sagt Altbürgermeister Rössel. „Doch ich bin sicher, der Kelch wird nicht an Immenhausen vorübergehen.“

Deshalb hat sich die Stadtverwaltung auch schon einige Gedanken gemacht: Das Verwaltungsgebäude des ehemaligen Glashüttengeländes könnte für Flüchtlinge ausgebaut werden, vier Wohnungen in der sogenannten Polenkaserne entstehen und einige Immenhäuser hätten auch Privatquartiere gemeldet.

Das sei eine historische Chance. Rössel stellt sich vor, dass die Asylsuchenden alte, leerstehende Häuser in der Stadt selbst sanieren und dort einziehen. „Damit würde die Stadt belebter und ansehnlicher.“

Windkraft

Ursprünglich hatte Altbürgermeister Rössel vor, eine Windkraftanlage am Ortsrand von Mariendorf zu errichten. „Dort hätte es keine Verschattung gegeben und die Bürger würden von der Anlage nicht viel hören“, sagt Rössel. Doch es bestehe die Möglichkeit, dass in der Nähe der infrage kommenden Fläche ein Schwarzstorch brüte.

Deshalb ist das Vorhaben jetzt erstmal auf Eis gelegt. „Um die nötigen Gutachten zu erstellen, müsste Immenhausen eine Menge Geld ausgeben.“, sagt Altbürgermeister Rössel.

Stadtentwicklung

Eine große städtische Entwicklung kommt auf Immenhausen zu: Die Fläche des Coop-Marktes im Zentrum soll erweitert und im Obergeschoss sollen hochwertige Wohnungen gebaut werden. Außerdem sollen die Geschäfte in der Nähe eingebunden werden, sodass ein Stadtzentrum entsteht. Die Stadt verspricht sich davon einen Magnet für die Bürger. Dadurch könnte sich das Betreiben von jetzt leerstehenden Geschäften wieder lohnen.

Veranstaltungen

In diesem Jahr wird es wieder Weihnachtsmärkte in Immenhausen und Holzhausen geben, außerdem ein Dorffest der Vereinsgemeinschaft und auch die Kirmes in Holzhausen.

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