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Beiträge für die U3-Betreuung in Immenhausen steigen

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Von: Hanna Maiterth

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Die Kinderkrippe „Rappelkiste“ vom DRK in Immenhausen.
Teil des Betreuungsangebots in Immenhausen: die Kinderkrippe „Rappelkiste“ vom DRK. © Hanna Maiterth

Die Elternbeiträge für Krippenkinder werden im kommenden Jahr in Immenhausen angehoben. Gründe sind der höhere Betreuungsbedarf und gestiegene Löhne bei den Erziehern.

Immenhausen – Das heißt konkret: Eltern zahlen ab März 45 Euro mehr im Monat. Statt 200 Euro sind es dann 245 Euro. Der Preis gilt für die Betreuungszeit von 8 bis 15 Uhr und schließt sowohl den städtischen Kindergarten als auch die Kinderkrippe vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Immenhausen ein.

Beschlossen wurde das in der Sitzung der Stadtverordneten am Montag. Der Vorschlag kam vom Magistrat der Stadt Immenhausen. Zumindest die Mehrheit der Stadtverordneten stimmte dem zu. Nur die CDU-Fraktion sprach sich dagegen aus. Ihr Gegenvorschlag, der eine „moderatere“ Erhöhung in zwei Schritten vorsah, wurde zuvor abgelehnt. Schon zuvor hatten die Kosten der Betreuung für Diskussionen in den politischen Gremien gesorgt.

„Es ist eine unpopuläre Angelegenheit, aber die Kinderbetreuung kostet Geld,“ sagte Bürgermeister Lars Obermann am Montagabend. Das zeige sich aktuell besonders in der „Rappelkiste“. Die Kinderkrippe des DRK deckt zusammen mit dem städtischen Kindergarten den Betreuungsbedarf im Stadtgebiet ab.

Die Mehrkosten seien darauf zurückzuführen, dass die Anzahl der Kinder gestiegen sei und damit auch mehr Erzieher benötigt werden, so Obermann. Das Land Hessen bezuschusse die Einrichtung. Doch das reiche „bei weitem nicht für die Aufrechterhaltung des Betriebes“. Daher unterstütze auch die Stadt Immenhausen die „Rappelkiste“. Doch der Fehlbetrag werde immer größer. „Er wird den im Haushalt 2022 eingestellten Zuschussbetrag bei weitem übersteigen“, sagte Obermann. Daher sei die Anhebung der Elternbeiträge notwendig.

Auch der DRK-Vorstand halte die Anpassung für „tragbar, notwendig und sozial gerechtfertigt“, informierte Obermann die Stadtverordneten. So sei eine Erhöhung speziell mit Blick auf die „um 22 Prozent gestiegenen Personalkosten begründbar“.

In dem Zuge werden nun auch die Kosten für das städtische Angebot angehoben. Aktuell unterscheiden sich die noch von der Rappelkiste. Während Eltern dem DRK für acht Stunden Betreuung täglich 200 Euro zahlen, gilt bei der Stadt der Betrag für sieben Stunden. „Die Gebühren sollten im Einklang stehen, um keine Konkurrenzsituation aufkommen zu lassen.“ Obermann betonte, dass die Stadt ohne das DRK alleiniger Träger der U3-Betreuung wäre und sich das noch deutliche auf die Kosten für den Haushalt auswirken würde.

Die CDU-Fraktion hatte statt einer Steigerung von 23 Prozent eine Erhöhung um zehn Prozent vorgeschlagen. Das wären somit 20 Euro mehr im Monat, führte Lothar Dietrich aus. „In ein bis zwei Jahren kann man über eine weitere Erhöhung von zehn Prozent sprechen. Dann hat sich die allgemeine Finanzlage auch für die Familien hoffentlich ein wenig verbessert.“ Dietrich kritisierte, dass der DRK-Vorstand mit der fertigen Vorlage konfrontiert wurde – ohne vorheriges Gespräch. Der CDU-Antrag erhielt jedoch keine Mehrheit. (Hanna Maiterth)

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