Weiter SPD-Kritik an der Höhe

City-Markt in Immenhausen öffnet nicht im April

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So soll der Komplex künftig aussehen. Bedenken des Denkmalschutzes wurden ausgeräumt.

Mit Bedenken des Denkmalschutzes hatten Stadt und Investoren gerechnet. Die Investoren der Tamin-Gruppe aus Kassel wollten den City-Markt sanieren und zwölf Wohnungen schaffen.

Die Denkmalschutzbehörde sieht nach Worten von Bürgermeister Jörg Schützeberg ihre Bedenken inzwischen ausgeräumt. Doch trotzdem knirscht es beim City-Markt-Projekt.

Das Konzept für den Markt, der auch Raum für eine weitere Verkaufsfläche, eine Bäckerei mit Café und eine Eisdiele bieten soll – sei in 70 Sitzungen mit den Investoren entstanden. Das hatte Bürger-meister Jörg Schützeberg bei der Vorstellung des Projektes Ende August vergangenen Jahres gesagt. Bedenken an dem Projekt kamen weiterhin von der Immenhäuser SPD. Wie Walter Perndl im Gespräch mit der HNA am Dienstag noch einmal sagte, sei der geplante Neubau im Entenloch aus Sicht seiner Partei weiterhin ein Stockwerk zu hoch.

Komplex solle sich in das Umfeld einfügen

Dieses Hin und Her dauert der Kasseler Tamin-Gruppe zu lang. Sie hat die Bauplanung fertiggestellt, die sie an Eisdielenbetreiber Thomas Fiume-Otto übergibt. „Es passiert nichts. Wir haben uns aus dem Projekt verabschiedet“, sagte Ümit Yakis auf HNA-Anfrage für das Kasseler Unternehmen. Tamin habe noch andere Projekte, die schneller vorwärts gingen und nicht so viel kosteten.

Die SPD sei grundsätzlich dafür, den Markt zu erhalten, sagte Fraktionssprecher Perndl. Der Investor setze aber seinen Schwerpunkt auf Wohnungsbau und nicht auf die Erhaltung des Marktes. Seine Partei habe keine Probleme, wenn sich die Höhe reduzieren ließe. Dazu müsste die Zahl der Wohnungen reduziert werden. Mit Blick aus dem Entenloch falle der Bau mit den Wohnungen „stark auf“, erklärte Perndl. Es sei wichtig, dass sich der neue Komplex in das Umfeld einfüge. Der Fraktionssprecher verwies darauf, dass der Investor verpflichtet sei, für Parkflächen zu sorgen. Er räumte aber ein, dass „Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen nicht ausgeblendet werden können“.

Bau fehlender Parkplätze kostet wohl 100.000 Euro

Die Zahl der Wohnungen steht für Thomas Fiume-Otto nicht zur Diskussion. Er brauche die zwölf Wohnungen, damit sich das Projekt rechne, sagte er am Dienstag auf HNA-Anfrage.

Sandra Fehling vom Immenhäuser Handwerks- und Gewerbeverein (HGV) kündigte an, dass der Verein Thomas Fiume-Otto bei seinem Vorhaben unterstützen werde. „Wir wollen etwas bieten für die Stadt und ihre Bürger. Wir wollen keine Geisterstadt“, unterstrich Fehling in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Der Bau der fehlenden Stellplätze würde rund 100.000 Euro kosten, schätzt Bürgermeister Schützeberg. Aus seiner Sicht dürfe das Projekt nicht an einer solchen Summe scheitern. Dann müsste die Stadt einspringen und für Parkflächen sorgen.

Für Eisdielenbetreiber Fiume drängt die Zeit. Er brauche die Kunden aus dem Markt, sonst fehle Kundschaft in der Eisdiele. Bleibe der Markt geschlossen, dann sehe er auch für seine Eisdiele keine Zukunft in Immenhausen mehr.

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