Deutliches Ergebnis der Bürgermeisterwahl sorgt für Erstaunen

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Der Amtsinhaber und sein Nachfolger: Bürgermeister Herbert Rössel (links) war überrascht, dass die Wahl seines Nachfolgers so eindeutig auf Jörg Schützeberg fiel. Dieser klopfte SPD-Mann Rössel freundschaftlich auf die Schulter.

Immenhausen. Als um 18.09 Uhr die ersten Zahlen auf der Leinwand im Sitzungssaal des Immenhäuser Rathauses aufleuchteten, ging ein Raunen durch den Raum.

Die etwa 60 Besucher staunten über die 56,4 Prozent, die der parteilose Bürgermeisterkandidat Jörg Schützeberg schon nach Auszählung des ersten Wahlbezirks auf sich vereinen konnte. Es sollte ein Start-Ziel-Sieg für den 49-Jährigen werden.

Von „Damit habe ich nicht gerechnet“ über „Unglaublich“ bis „Krass“ lauteten dann auch die Aussagen der Besucher, als das vorläufige Endergebnis von 56,1 Prozent für Schützeberg feststand. André Rittner (SPD) kam auf 27,4 Prozent, Malte Fehling (Freie Liste) sollte letztlich 16,6 Prozent der Stimmen erhalten.

Überrascht: Bei den Vertretern der SPD herrschte Fassungslosigkeit, dass ihr Kandidat André Rittner (Zweiter von rechts) nur auf 27,4 Prozent der Stimmen kam. Timon Gremmels (links), Kreistagsvorsitzender Andreas Güttler und Brigitte Hofmeyer (rechts) standen ihrem Kandidaten bei.

Nachdem sieben der neun Wahlbezirke ausgezählt waren, machte sich André Rittner von der einen Seite des Raumes auf den Weg zur anderen und sagte: „Ich denke, nun ist es Zeit zu gratulieren.“ Er war somit der Erste, der Schützeberg zur Wahl ins neue Amt gratulierte. Viele andere, darunter auch Amtsinhaber Herbert Rössel und der ebenfalls unterlegene Malte Fehling folgten.

Auch wenn er es auf der Leinwand lesen konnte und Wahlleiterin Andrea Lecke es kurz vor 19 Uhr auch noch einmal verkündete, der Sieger des Abends konnte seinen Erfolg kaum fassen. „Ich wollte in 90 Minuten gewinnen“, sagte Fußballer Schützeberg in Anlehnung an die reguläre Spielzeit seines Sports. „Aber jetzt muss ich alles erst mal sacken lassen.“ Sein Gesichtsausdruck verriet, dass er das mit Freude tun würde.

„Offenbar hatte er das bessere Konzept“, sagte Rittner, „das hat er gut gemacht.“ Malte Fehling analysierte: „Das bürgerliche Lager hat gewonnen.“ Er gab zu, für sich selbst ein paar Prozent mehr erhofft zu haben. „Aber ich bin mit mir im Reinen.“

Amtsinhaber Herbert Rössel (SPD) zeigte sich überrascht über das klare Votum. Er sagte: „Nun müssen wir als Stadt Immenhausen gemeinsam das Beste aus dem Ergebnis machen.“

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