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Die ersten Schüler trafen sich nach 50 Jahren in Immenhausen

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Von: Bernd Schünemann

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Klassentreffen nach 50 Jahren: 21 ehemaliger Mitschüler der R10 von 1972 kamen jetzt an der Freiherr-vom-Stein-Schule zusammen.
Klassentreffen nach 50 Jahren: 21 ehemaliger Mitschüler der R10 von 1972 kamen jetzt an der Freiherr-vom-Stein-Schule zusammen. Sie besuchten damals die erste Klasse der neuen Schule. © Marcus Leitschuh / n

Sie waren die ersten Schüler an der neuen Freiherr-vom-Stein-Schule Immenhausen. 21 Ehemaliger der R10 von 1972 trafen sich nach 50 Jahren in der Schule.

Immenhausen – Sie spendeten der Schule einen Baum. Der steht jetzt als 50. Baum im Schulwald. Rolf Meyer, Seniorchef der Baumschule Fricke und einer der Mitschüler von 1972, kümmerte sich mit der früheren Klassensprecherin Renate Thim-Meyer, um die Pflanzung. Unterstützt wurden sie von Wolfgang Rüdiger, einem der Initiatoren des Schulwaldes.

„Prozession“ zur neuen Schule

„In der 5. Realschulklasse wurden wir mit über 40 Schülern in der „Alten Schule“ (heute Feuerwehrstützpunkt) unterrichtet. Die Zeit war geprägt durch die zwei Kurzschuljahre 1966/67“, erzählt Renate Thim-Meyer. In der 6. Klasse kam der Umzug. Thim-Meyer hat noch vor Augen, wie alle Schüler in einer Prozession von der alten Schule in die neue Mittelpunktschule am Kampweg zogen. Die 544 Schülerinnen und Schüler kamen aus Immenhausen, Mariendorf, Holzhausen und Espenau. Schnell wurde die neue Schule zu klein. Thim-Meyer: „In der 7. Klasse wurden wir aus Platzmangel im Fahrschulraum unterrichtet.“

Beim Klassentreffen wurde viel über die alten Zeiten erzählt. In guter Erinnerung haben die Ehemaligen die Klassenfahrten. Thim-Meyer schwärmt: „Die Skifreizeit nach Berchtesgaden mit Herrn Striegel, sowie die Fahrten nach Oberstdorf, Geesthacht bei Hamburg und Helgoland waren besondere Erlebnisse.“

Nach dem Realschulabschluss gingen einige Mitschüler auf weiterführende Schulen nach Kassel. Der überwiegende Teil begann eine Lehre. Hilfestellung von der Schule – so wie heute üblich – gab es nicht: „Von Berufsberatung und Berufsorientierung konnten wir nur träumen“, berichtet Thim-Meyer.

Auch Enkelkinder in der Schule

Die Ehemaligen blicken auf einen langen Berufsweg zurück. „Alle sind ihren beruflichen Weg gegangen, egal ob sie vorher gute oder Schüler waren oder nicht.“ Sie hielten Kontakt. Klassentreffen fanden 1981 und 2008 statt. Erlebnisse aus der Schulzeit wurden lebendig und fühlten sich ganz nah an. „Plötzlich waren wir wieder jung, aber mit viel Berufs- und noch mehr Lebenserfahrung.“

Die heutigen Rentner und Pensionäre sind immer noch aktiv. Ihre Enkelkinder besuchen zum Teil ebenfalls in die Immenhäuser Schule. Die meisten Ehemaligen leben in und um Immenhausen, einige sind zurückgekehrt.

„Bei einer Führung durch Schulleiter Fredy Zech und Marcus Leitschuh haben wir viel Neues aus dem Schulalltag gehört. Wir waren beeindruckt, wie sich die Schule entwickelt hat“, berichtete Thim-Meyer. „

Zum Abschluss besuchten die Ehemaligen das Glasmuseum und saßen im Ratskeller beisammen. (Bernd Schünemann)

1966 begann der Schulbau

Im Juli 1966 erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Immenhäuser Mittelpunktschule am Kampweg. Ende des Schuljahres 1965/66 wurden die Schüler aus Immenhausen, Holzhausen und Mariendorf nach dem 9. Schuljahr aus der Volksschule entlassen.

Zu Beginn des Kurzschuljahres 1966 besuchten 42 Schüler die erste Realschulklasse in Immenhausen. Mit dem Schuljahresbeginn 1967/68 wurde die neue Mittelpunktschule im Kampweg bezogen.

Für etwa drei Millionen Mark wurde der erste Bauabschnitt damals fertiggestellt. Zur gleichen Zeit waren auch die Schüler der Klassen 5 bis 9 aus Hohenkirchen in die Mittelpunktschule Immenhausen übernommen worden. Zu diesem Zeitpunkt besuchten 544 Schüler die neue Freiherr-vom-Stein-Schule. (Bernd Schünemann)

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