Jugendlicher war bei Hindernislauf durchs Dach gefallen

Glashütte Immenhausen nach schwerem Unfall noch immer zugänglich

Die Glashütte. Foto: privat

Immenhausen. Neun Monate nach dem schweren Unfall eines Jugendlichen ist das Gelände der Glashütte in Immenhausen nach wie vor nicht gegen unbefugtes Betreten gesichert.

„Sicherlich ist das eine blöde Situation“, sagt Immenhausens Bürgermeister Herbert Rössel. Ändern werde sich aber nichts - zumindest von Seiten der Stadt. Es sei zulässig, dass das Gelände frei begehbar ist, das hatten Stadtverwaltung und Polizei bereits kurz nach dem Unfall betont.

Der Besitzer des Geländes - ein Unternehmer aus Lohfelden - hatte mehrfach Warnhinweise aufgestellt, die das Betreten verbieten. „Doch kaum aufgestellt, waren sie schon zerstört“, sagt er. Auch habe es mehrfach Schäden durch Vandalismus und Einbrüche gegeben. Der verunglückte Jugendliche aus dem Kreisteil Hofgeismar war im April 2014 gemeinsam mit zwei Freunden unbefugt auf das Dach der ehemaligen Glashütte geklettert, eingebrochen und acht Meter in die Tiefe gestürzt.

Dennoch sehen weder Stadtverwaltung noch der Besitzer der ehemaligen Fabrikhallen einen Sinn darin, Zäune aufzustellen, die das Betreten erschweren. „Wenn Jugendliche ein Interesse daran haben, können wir auch einen zwei Meter hohen Zaun dorthin stellen: Wenn jemand es möchte, steigt er darüber“, sagt Rössel. Es gebe viele öffentliche und private Bauten oder alte Scheunen, die frei zugänglich sind. Er wisse nicht, wie jemand wirkungsvoll von unbefugtem Betreten abgehalten werden könnte. (sib)

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