Neue Ausstellungsobjekte

Nach Sanierung: Glasmuseum in Immenhausen feiert offizielle Wiedereröffnung

Glasbläser Frank Ballowitz aus Hadamar das Formen von Glasstäben und -röhren vor dem offenen Brenner zu dekorativen Objekten.
+
Glasbläser Frank Ballowitz aus Hadamar das Formen von Glasstäben und -röhren vor dem offenen Brenner zu dekorativen Objekten.

Neues Dach, neue Ausstellungsobjekte: Das Glasmuseum Immenhausen lädt nach fast halbjähriger Schließung aus Sanierungsgründen wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten ein.

Es gibt umfangreiche Sammlungen zu Glashandwerk und Glaskunst zu bestaunen - und ganz viel Neues zu entdecken. In den Vitrinen der Ausstellungshalle im Erdgeschoss präsentiert das Museum gleich mehr als 60 Neuanschaffungen durch den Förderverein der Glaskunstfreunde.

Die traditionelle Veranstaltung „Heißer Herbst“ mit Vorführungen des Glasbläsers Frank Ballowitz markierte den offiziellen Neustart im Glasmuseum. Fasziniert schauten die Besucher dem Fachlehrer an der staatlichen Glasfachschule im mittelhessischen Hadamar zu, wie er in alter Handwerkstradition Glasstäbe und -röhren vor der Lampe, dem offenen Brenner, zu dekorativen und Gebrauchsobjekten formte. Die jüngsten Bewunderer konnten wieder selbst künstlerisch Hand anlegen – beim Bemalen transparenter Christbaumkugeln.

Stahlträger freigelegt

Erst wenige Tage zuvor hatten die letzten Handwerker das Glasmuseum, dessen Dachsanierung mit 470 000 Euro kalkuliert ist, verlassen. Im Inneren zeigt sich die Neuerung durch die komplette Freilegung der Stahlträgerkonstruktion, die sich mit grauem Anstrich vom Weiß der Decke und Wände deutlich abhebt. Die neue Optik fand bei vielen Besuchern ausdrückliches Lob. Die Stahlträger, so einige Besucher, machten Bezüge deutlich zur Industriegeschichte am Standort der Glashütte.

Veränderte Optik: Die im Zuge der Dachsanierung komplett freigelegte Stahlträgerkonstruktion, hier im Obergeschoss des Museums, fand am Wiedereröffnungstag bei den Besuchern viel Lob – auch von Tanja Lindemann (Bild).

Immenhausens Erste Stadträtin Ute Krug würdigte den Einsatz der beteiligten Handwerksunternehmen, des Architekturbüros wie auch die engagierte Begleitung der Sanierung durch Immenhausens Bauamtsleiter Bernd Horstmann.

Viel Arbeit im Vorfeld

Viel Arbeit hatte vor Baustart das Ausräumen der Vitrinen und sichere Verstauen der Ausstellungsobjekte gemacht, blickte Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen zurück. Sie äußerte die Hoffnung, dass die Besuchereinbußen während der mehrmonatigen Schließungszeit in den bevorstehenden Wochen durch ein gesteigertes Interesse noch ein wenig abgemildert werden können. 

Stolz auf neue Objekte

Aus der Auflösung seiner Glaskunstgalerie in Lüdenscheid hat ein Mitglied des Vereins der Freunde der Glaskunst Richard Süßmuth dem Glasmuseum ein Dutzend ausdrucksstarker Objekte zum Freundschaftspreis überlassen. „Der Wert ist ein mehrfacher“, freut sich Fördervereinsvorsitzender Erhard Siebert. 

Weitere bemerkenswerte Stücke konnten zu attraktiven Konditionen aus dem Nachlass eines Mitglieds erworben werden. In den Museumsbestand sind damit wertvolle Glaskunstobjekte ab Ende der 70er-Jahre übergegangen. Weitere Erwerbungen des Fördervereins aus dem Segment Glaspreis komplettieren das Spektrum der Neuerrungenschaften, die jetzt in den Vitrinen des Glasmuseums zu sehen sind. 

Feinste Glaskunst: Die Erste Stadträtin Ute Krug, der Vorsitzende des Vereins der Glaskunstfreunde, Erhard Siebert, und Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen präsentieren drei neue Objekte.

Unsere Aufnahme zeigt Erhard Siebert (Mitte) mit einem gläsernen rötlichen Geparden des Künstlers Robert Zeppel-Sperl, Immenhausens Erste Stadträtin und Vereinsmitglied Ute Krug mit einer Maskenskulptur von Silvio Vigliaturo sowie rechts Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen mit einem farbenfrohen Ameisenbär von Irene Rezzonico. 

Öffnungszeiten und Informationen: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 10 bis 17 Uhr, Freitag, Samstag und Sonntag 13 bis 17 Uhr, Tel. 05673/2060, www.glasmuseum-immenhausen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.