Debatte um mögliche Schließung

Glasmuseums-Verein: „CDU benutzt Umfrage als Alibi“

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Mögen Glaskunst: Der Förderverein des Immenhäuser Glasmuseums möchte die Einrichtung unbedingt erhalten. Heidi Steinkopf, stellvertretende Vorsitzende (links) und Vorsitzender Erhard Siebert (Mitte) kämpfen mit den Vereinsmitgliedern Rolf Laube und Bernd Häcker sowie Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen (rechts) für den Fortbestand des Museums.

Immenhausen. Der Förderverein des Immenhäuser Glasmuseums wehrt sich gegen die Diskussionen um eine mögliche Schließung der kulturellen Einrichtung.

„Man kann der Bevölkerung sehr wohl darstellen, warum das Museum der Stadt erhalten bleiben muss“, sagt Erhard Siebert, Vositzendender der Gesellschaft der Freunde der Glaskunst Richard Süßmuth. „Allerdings nicht so, wie es die CDU mit einer reinen Kosten-Nutzen-Rechnung versucht.“

Der Förderverein reagiert damit auf eine Abstimmung im Internet, in der Bürger für oder gegen den Fortbestand des Museums stimmen können. Diese Möglichkeit hatte die Immenhäuser CDU auf ihrer Homepage eingerichtet. Die Fraktion will sich damit nach Aussagen des Vorsitzenden Lothar Dietrich ein „erstes Stimmungsbild verschaffen“.

„Für die CDU scheint die Entscheidung schon gefallen zu sein: Nämlich die Schließung dieser städtischen Einrichtung, um Kosten zu sparen, damit das Geld an anderer Stelle investiert werden kann“, sagt Siebert. „Die Umfrage unter der Immenhäuser Bevölkerung soll dabei als Alibi zur Unterstreichung ihrer Absicht dienen.“

Richtigstellen will er auch die von der CDU genannte Besucherzahl. 2016 sei kein Rekordtief zu verzeichnen gewesen, sondern eine Steigerung um fast zehn Prozent.

Die Argumente

Das Glasmuseum sei die einzige städtische Einrichtung, in der einwichtiger historischer Teil der Immenhäuser Wirtschafts- und Kulturgeschichte erlebbar sei.

Im Museum würden Kindergeburtstage gefeiert und Schulklassen an Kunst und Kultur herangeführt.

Erstmalig hätten in diesem Jahr Hobbysammler die Möglichkeit, in einer Sonderausstellung ihre Sammlungsobjekte zu zeigen.

Außerdem werde das Museum für die verschiedensten kulturellen Veranstaltungen, für Trauungen und auch für private Feiern genutzt.

Das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins mit 150 Mitgliedern spreche ebenfalls für den Erhalt.

So Soll es weitergehen

Nach Meinung des Fördervereins muss der Bekanntheitsgrad des Museums erhöht werden Die Möglichkeiten des Internets und der sozialen Medien sollen deshalb stärker genutzt werden.

Der Verein schlägt außerdem vor, regelmäßig Tage der offenen Tür zu veranstalten, an denen auf Eintritt verzichtet wird. Außerdem müsse das Glasmseum besser in die touristische Arbeitsgemeinschaft „Märchenland Reinhardswald“ eingebunden werden. Auch eine Kooperation mit der Museumslandschaft Hessen sei anzustreben.

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