Große Pläne trotz Lockdown

Zentrum Pfadfinden Immenhausen will Küchen- und Sippenhäuser erneuern

Im Bild zu sehen sind mehrere Fachwerkhäuser, deren Dächer und Vorhof mit Schnee bedeckt sind.
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Die Sippenhäuser in der Winterruhe: In den vier Häusern werden die Bäder erneuert. 48 Personen können dort untergebracht werden. Die Bettenzahl ändert sich nicht durch den Umbau.

Das Zentrum Pfadfinden will seine Gebäude am Kesselhaken in Immenhausen sanieren. Die Bauarbeiten sollten ursprünglich im Januar beginnen. Wegen des Lockdowns verzögern sie sich.

Immenhausen – Das Zentrum Pfadfinden – einer der großen Beherbergungsbetriebe im Kreis – will und muss seine Gebäude am Kesselhaken in Immenhausen sanieren. Die Bauarbeiten sollten ursprünglich im Januar beginnen.

„Wegen des Lockdowns verzögern sie sich“, sagte Maya Schöffel, Assistentin der Geschäftsführung. Der Küchentrakt und vier Sippenhäuser werden erneuert.

Bund und Land übernehmen großen Teil der Kosten

Dieses Bauprojekt ist mit 1,4 Millionen Euro die bisher größte Investition auf dem Gelände. Dafür gibt es gute Nachrichten: Bund und Land fördern die Sanierung mit je 470.000 Euro. Die Stadt will sich bis 2022 mit 30.000 Euro beteiligen.

Maya Schöffel, Assistentin der Geschäftsführung Zentrum Pfadfinden.

Die Pfadfinder haben weitere Förderanträge gestellt. Auch die Stiftung Pfadfinden beteiligt sich mit einem Darlehen. Den Rest finanziert das Zentrum aus Rücklagen, die coronabedingt geschrumpft seien.

Schwierig bleibt derzeit die Grundsituation für das Zentrum, sagt Schöffel: „Das Tagesgeschäft ist weiterhin auf Corona-Hilfe angewiesen.“ Aus eigener Kraft könnten die Kosten nicht gedeckt werden. Nach wie vor seien Mitarbeiter zu 100 Prozent in Kurzarbeit. Das Leitungsteam ist froh, sie halten zu können. Wenn die Einschränkungen aufgehoben werden, brauche das Zentrum seine Mitarbeiter wieder.

Anlage soll für Besuchergruppen attraktiver werden

Ziel ist es, den Komfort für Gäste zu verbessern, erklärte Maya Schöffel. Auch bei den Pfadfindern seien die Ansprüche gestiegen.

Mit der Sanierung will der Bund der Pfadfinder die Anlage attraktiver machen für weitere Besuchergruppen. So sollen mit einem verbesserten Angebot mehr Familien und Wandergruppen angesprochen werden. Das Zentrum solle Jugendherbergs-Niveau bekommen, ergänzte Schöffel. Die Bettenzahl in den Häusern wird nicht verändert.

„Das Jahr 2020 war hart für das Zentrum Pfadfinden. Insgesamt rechnen wir mit einem Verlust im Bereich von 100.000 Euro, trotz aller Unterstützungsprogramme des Landes Hessen und des Bundes“, sagte Bundesschatzmeister Marcus Lauter. Deshalb sei der Bund auf Fördergeld angewiesen. Das Zentrum freue sich auch über private Spenden und Förderungen. (Bernd Schünemann)

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