Besitzer des Hofs in Immenhausen macht Platz fürs Filmteam

Gut Waitzrodt: Dreharbeiten für Kinofilm Ostwind haben begonnen

Immenhausen. Bis zu 80 Leute vom Filmteam wuseln auf „Gut Kaltenbach“ – und trotzdem ist manchmal fast nichts zu sehen von den Dreharbeiten.

Bis auf ein paar große Scheinwerfer fiel in diesem Tagen kaum auf, dass der vierte Teil des erfolgreichen Kinofilms „Ostwind“ auf Gut Waitzrodt entsteht. Gedreht wurde im Stall.

Der Hausherr: Joachim Sommer im Treppenhaus von Gut Waitzrodt. Nach seinen Worten ist das die größte hölzerne Wendeltreppe Nordhessens.

Für einige Wochen wird das Anwesen bei Immenhausen wieder zu „Gut Kaltenbach“, auf dem schon die drei vorangegangenen Ostwind-Teile spielten. Familie Sommer, die auf dem Immenhäuser Gut wohnt, muss sich damit arrangieren. Das kennt sie schon von den vorhergehenden Teilen. Auch damals hatte das Filmteam ihre Wohnung auf den Kopf gestellt. In der vergangenen Woche war unter anderem Cornelia Froboess für die Dreharbeiten auf Waitzrodt.

Und so musste die Familie in diesem Jahr wieder mehrere Zimmer räumen. Die werden für die Filmaufnahmen umgestaltet. Dafür wird auch neu tapeziert. Das Filmteam muss dafür sorgen, dass nach dem Ende der Dreharbeiten alles wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht wird, erzählt Hausherr Joachim Sommer. Noch überlege die Familie, ob die neue Tapete an der Wand bleiben solle, ergänzt er schmunzelnd.

Wichtig war für ihn, dass der „normale“ Betrieb auf Waitzrodt auch während der Dreharbeiten weitergeht. Wenn der Ruf „Wir drehen“ über den Hof töne, „bleibt alles stehen“. Das sei für die Besitzer der Pferde, die in Waitzrodt untergestellt sind, nicht immer einfach. Aber sie sähen es gelassen. Und die Crew arbeite sehr professionell, sie nehme auf den Betrieb Rücksicht. Sie wolle ja möglicherweise gern wiederkommen, sagt Sommer. Normalerweise kommen wöchentlich auch noch 90 Kinder zum Reitunterricht auf das Gut. Der fällt in den Ferien aus, da kollidiert nichts.

Sommer ist natürlich gespannt auf den neuen Film. Unter anderem, weil Theresa von Eltz bei „Aris Ankunft“ erstmals Regie führt. Bei den ersten drei Teilen hatte Katja von Garnier das Filmteam angeleitet.

Auch für die Stadt läuft es gut. Bürgermeister Jörg Schützeberg ist zufrieden, dass die Stadt vom Ostwind-Dreh profitiert. So sind die Pensionen derzeit alle belegt.

Monika Rudolph vom Tourismusbüro erzählt von Wohnmobilisten, die derzeit Stellplätze in der Region suchen. Zumeist wollten die Gäste versuchen, mit ihren Enkelinnen einen Blick von den Dreharbeiten zu erhaschen.

Ostwind 4 ab Ende Februar 2019 im Kino

Die Fans müssen sich noch gedulden, bis sie den neuen Film im Kino sehen können. „Ostwind – Aris Ankunft“ wird ab Ende Februar 2019 auf den Kino-Leinwänden zu sehen sein. Die ersten drei „Ostwind“-Filme haben jeweils eine Filmförderung der Filmförderungsanstalt des Bundes erhalten. Auch der vierte Film soll eine Unterstützung von mehr als 400.000 Euro bekommen. Die Filmreihe kommt so gut an, dass es eine Version für Spielekonsolen gibt. Wer will, kann auf dem Hengst reiten, mit ihm Aufgaben absolvieren, das Tier pflegen oder Abenteuer auf Gut Kaltenbach erleben.

Archivvideo: So waren die Dreharbeiten 2014 in Kassel

Hier liegt Gut Waitzrodt:

Rubriklistenbild: © Constantin/nh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.