Holzstapel in Flammen

Kripo vermutet Brandstiftung: Stundenlanger Löscheinsatz im Reinhardswald

Löscheinsatz am Gahrenberg: Feuerwehren aus Immenhausen, Calden und Fuldatal mussten den brennenden Holzpolter an dem Waldweg löschen.
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Löscheinsatz am Gahrenberg: Feuerwehren aus Immenhausen, Calden und Fuldatal mussten den brennenden Holzpolter an dem Waldweg löschen.

Brände an zwei Holzstapeln musste die Feuerwehr am Sonntagabend löschen. Zwischen Hann. Münden und Holzhausen löschte die Mündener Wehr zunächst einen Stapel mit zehn Holzstämmen.

Update vom Montag, 13.09.2021, 15.30 Uhr: Stundenlang war die Feuerwehr damit beschäftigt, den brennenden Holzpolter am Gahrenberg zu löschen. Am Sonntag war die Feuerwehr um 17.30 Uhr alarmiert worden. Gegen 23 Uhr hieß es „Feuer aus“, sagte die stellvertretende Stadtbrandinspektorin Petra Reubert.

Um löschen zu können, musste das Holz per Ladekran auseinandergenommen werden. Ein Fuhrunternehmer aus Gottstreu half mit seinen Holztransporter und stapelte das Holz um. Sonst hätte die Wehr den Brandherd im Innern nicht mit Wasser erreichen können, erklärte Reubert. Beim Umstapeln flammte der Brand aber immer wieder neu auf.

Damit genügend Wasser zur Verfügung stand, hatte die Einsatzleitung mehrere Löschfahrzeuge mit großen Tanks angefordert. Dafür waren die Flughafenfeuerwehr aus Calden und zwei Wehren aus Fuldatal im Einsatz. Im Pendelverkehr brachten sechs Fahrzeuge das Löschwasser von Holzhausen zur Brandstelle. Die Verantwortlichen mussten darauf achten, dass auf den schmalen Waldwegen immer nur ein Fahrzeug unterwegs war, damit die Fahrbahn nicht versperrt wurde.

Im Pendelverkehr und an der Brandstelle waren etwa 60 Feuerwehrleute im Einsatz, sagte Reubert. Sie leitete den Einsatz gemeinsam mit dem gewählten Stadtbrandinspektor Heiko Reuse. Für Notfälle wurde in Immenhausen eine Bereitschaft eingerichtet. Zwölf Wehrleute standen für weitere Einsätze mit bereit, weil alle anderen im Reinhardswald unterwegs waren. Sie wurden nicht gebraucht, halfen aber abends beim Aufrüsten der zurückkehrenden Fahrzeuge.

Zweimal hatte es am Sonntagnachmittag gebrannt. Das erste Feuer an einem kleineren Holzstapel hatte die Feuerwehr aus Hann. Münden gelöscht (HNA berichtete kurz). Bei der Anfahrt hatte die Polizei die größere Brandstelle entdeckt und den Alarm ausgelöst. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus. Sie bittet um Hinweise auf verdächtige Beobachtungen unter Tel. 0561/9100. Am Sonntag waren im Reinhardswald viele Spaziergänger, Läufer und Radfahrer unterwegs, denen etwas aufgefallen sein könnte.

Die Polizei prüft auch, ob es Zusammenhänge zu anderen Bränden gibt. So gab es Brandstiftungen im Raum Wolfhagen. Der stellvertretende Forstamtsleiter Dr. Stefan Reccius schätzte den Sachschaden an dem Fichtenindustrieholz auf 2000 Euro. Durch den Regen der vergangenen Tage sei der Waldboden feucht gewesen, sonst hätte sich der Brand leicht im Boden ausbreiten können. Andere Waldbestände waren nicht gefährdet, weil der Polter nach Windwurf auf einer Freifläche brannte.

Erstmeldung vom Sonntag, 12.09.2021, 20.45 Uhr: Bei der Anfahrt durch das Waldgebiet bemerkte die Hofgeismarer Polizei einen weiteren Stapel mit etwa 100 Stämmen, der in Flammen stand.

Zur Brandbekämpfung rückten die drei Immenhäuser Wehren, ein Fahrzeug der Flughafenwehr aus Calden und der Simmershäuser Feuerwehr auf. Im Pendelverkehr brachten sie Löschwasser zur Brandstelle am Gahrenberg. Die Kripo ermittelt wegen Brandstiftung. (Bernd Schünemann)

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