Besitzer fand totes Tier im Feld

Hunde sollen Kater in Immenhausen gerissen haben

+
Nur noch Fotos bleiben als Erinnerung: Klaus Rach und seine Lebensgefährtin Antje Rottstedt zeigen das Foto ihres Katers Ali, der Hunden zum Opfer gefallen worden sein soll. 

Zwei Dobermänner sollen in der Nacht zu Freitag einen Kater in Immenhausen getötet haben. Das berichtet der Besitzer des toten Tieres. Die Polizei bestätigt auf Anfrage der HNA, dass Anzeige gegen den Halter der Hunde erstattet wurde.

Immenhausen. Klaus Rach ringt um Fassung. Immer wieder stockt der 47-Jährige beim Reden, kämpft gegen aufsteigende Tränen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist sein zweijähriger Kater Ali gestorben: Er soll von Hunden, zwei Dobermännern aus der Nachbarschaft in Immenhausen, gerissen worden sein. Diese seien wohl ausgebüxt. „Die haben meinem Kater in den Kopf gebissen“, sagt Rach. „Ich habe den Kampf gesehen, bin dazwischen gegangen, aber konnte nichts mehr tun.“

Rachs Lebensgefährtin Antje Rottstedt war gegen 1 Uhr nachts von der Spätschicht zurückgekehrt, schaute noch ein wenig Fernsehen. Plötzlich habe sie den Schrei des Katers von der Terrasse gehört und rief nach Rach, erzählt Rottstedt. Er sei sofort rausgegangen und habe gesehen, wie einer der beiden Dobermänner den Kater im Maul hatte.

Suche nach dem Kater

„Ali konnte sich gar nicht wehren“, sagt Rach. „Wegen eines Gendefekts hatte er Probleme mit der Wirbelsäule und konnte nicht richtig laufen.“ Jede Hilfe sei jedoch zwecklos gewesen, die Hunde rannten mit dem Kater im Maul weg. Rach habe dann die Polizei gerufen, erstattete Anzeige wegen Körperverletzung, weil die Hunde ihn am Bein verletzt haben sollen. Rach, Rottstedt und die Polizisten suchten noch in der Nacht nach Ali, konnten ihn aber nicht finden.

„Erst als ich am frühen Morgen einen toten Waschbär gefunden habe, hatte ich keine Hoffnung mehr, dass Ali noch lebt“, sagt Rach. In der Karl-Heinz-Fräger-Straße habe er das tote Tier gefunden, wenig später dann die Gewissheit: Auch Ali ist tot. Rach fand ihn leblos im Feld.

Von Problemen mit den beiden Dobermännern berichtet auch Rachs Nachbarin Elke Rettberg: Am 12. Januar diesen Jahres sei die 52-Jährige morgens mit ihren beiden Hunden Benny und Bodo spazieren gegangen, als plötzlich beide Dobermänner vor ihr standen. „Bodo hat sich hinter mir versteckt“, erzählt Rettberg. „Doch einer der beiden Hunde hat Benny ins Bein gebissen.“ Die Folge: Mehrere Tiearztbesuche, mehrere Spritzen für den 17-jährigen Hund. „Benny hat sich nicht von den Verletzungen erholt.“

Rottstedt betont: „Wir lieben Tiere. Niemand hier hat etwas gegen Hunde. Aber in dieser Nacht hatte ich wirklich Angst.“

Das sagt der Bürgermeister

In Immenhausen halten sich Gerüchte, dass es Auflagen gegen die Halter der beiden Dobermänner gibt. Jörg Schützeberg, Bürgermeister von Immenhausen, bestätigte dies auf HNA-Anfrage nicht. „In Immenhausen gibt es keinen Leinenzwang für Hundehalter. Die beiden Dobermänner sind außerdem weder als Kampfhunde noch als gefährliche Hunde eingestuft“, betonte Schützeberg. Der Vorfall sei angezeigt worden, ein Verfahren laufe nun.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.