Wahl am 5. Juli

500 Immenhäuser beim Lesertreff zur Bürgermeisterwahl

+
Blick ins Publikum beim Lesertreff.

Immenhausen. Unterhaltsam und informativ verlief für die fast 500 Teilnehmer der HNA-Lesertreff zur Bürgermeisterwahl in Immenhausen.

Die drei Kandidaten Malte Fehling (Freie Liste), André Rittner (SPD) und Jörg Schützeberg stellten sich den Fragen der HNA-Redaktion und der Leser, die sich vor allem um die Innenstadtbelebung und den Personennahverkehr drehten. Patentrezepte konnte keiner der Kandidaten vorweisen, aber interessante Vorschläge für erste Schritte. Zur Belebung der Innenstadt sprachen sich alle drei Kandidaten für den Erhalt und sogar Ausbau des Citymarktes aus. Schützeberg setzt zudem auf die wichtige Rolle der Gastronomie, Rittner verriet, dass der Markt nach Jahresende noch für mindestens zwei Jahre gesichert sei und warb für Abriss und Neubau einer Einkaufspassage und Fehling regte wie Schützeberg an, über Dorfläden in Mariendorf und Holzhausen nachzudenken.

Bei Detailfragen war André Rittner als Erster Stadtrat oft im Vorteil, wiederholten Beifall erhielten aber alle drei Kandidaten für ihre Positionen.

Mit welcher Kompetenz sie sich um das Amt als Rathauschef bewerben wollte beispielsweise Horst Fehrl wissen. Malte Fehling (37) verwies auf sein Studium unter anderem der Wirtschaftspädagogik, seine beruflichen Erfahrungen in Verwaltung und Planung sowie seine neunjährige Erfahrung in Stadtverordnetenversammlung und in zwei Ausschüssen. André Rittner (42) führte seine 25-jährige Tätigkeit in der Kommunalpolitik, als Stadtverordneter und zuletzt Vertreter des Bürgermeisters an wie auch seine Verantwortung als Unternehmer. Seine praktischen Erfahrungen durch die Herausforderungen als Firmengründer und Unternehmer nannte auch der Maschinenbautechniker und Getränkegroßhändler Jörg Schützeberg (49), der oft schwierige Verhandlungen mit Unternehmen und Banken zu führen habe.

HNA-Leser steuerten die Frage bei, wie der Gewinner mit den unterlegenen Kandidaten kooperieren werde und wie sich die Unterstützung durch die Parteien auswirke.

Malte Fehling sagte, dass ein Bürgermeister mit allen Bürgern und deren Kompetenz zusammenarbeiten müsse und dass es am Besten wäre, wenn die Fraktionen gleich groß seien, damit mehr diskutiert werde, um wirklich das Beste zu erreichen.

André Rittner sagte, dass er ein Bürgermeister für alle Bürger sein wolle und die Kooperation zwischen SPD und CDU im Magistrat gut sei. Jörg Schützeberg sah es als Riesenvorteil, nicht an eine Partei gebunden zu sein. Nicht ohne Grund gebe es 60 Prozent parteilose Bürgermeister.

Artikel aktualisiert um 18 Uhr

Für Aufsehen sorgte Dieter Trömel, als er eine angebliche Guerilla-Wahlkampfaktion Rittners kritisierte, die dieser jedoch dementierte. Das Wort Kampf sei nicht gefallen, es sei vielmehr um ein Guerillamarketing gegangen, worunter man verstehe, mit wenig Aufwand viel zu erreichen. Die Aktion in Schützebergs Café Kraftstoff wurde dann abgesagt. Weitere Themen waren unter anderem Bahnhofsnutzung, Flüchtlingsunterkünfte, Pferdesteuer, Einkaufsmärkte, Fotovoltaik, interkommunale Zusammenarbeit, Schuldenabbau, Innenstadtcafé, Gebäudeleerstand und Falschparken.

Auch nach dem Ende der zweieinhalbstündigen Veranstaltung diskutierten viele Teilnehmer noch weiter.

Ernst wird es am Sonntag, 5. Juli, wenn die Wahllokale von 8 bis 18 Uhr für die Wahl des neuen Immenhäuser Bürgermeisters öffnen. Das Interesse ist groß, die Zahl der Briefwähler übersteigt schon die der vorangegangenen Wahlen.

Mehr in der gedruckten Ausgabe der HNA/Hofgeismarer Allgemeinen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.