377.000 Euro werden gebraucht

Immenhäuser Fußballer kicken bald auf einem Kunstrasen

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Sind vom Hartplatz genervt: Die Fußballer der TSV Immenhausen freuen sich, dass sie bald nicht mehr auf dem Hartplatz spielen müssen. Von links: Jannik Seeger, Erdin Güney, Trainer Frank Siebert, Matthias Schilling, Nico Siebert und Dominik Schwan.

Immenhausen. Die Stadt Immenhausen wird aller Voraussicht nach den ersten und vorerst einzigen Kunstrasenplatz im Kreisteil Hofgeismar bekommen.

Bei der Jahreshauptversammlung der TSV, dem größten Verein der Kommune, stimmten die Mitglieder dafür, weitere Schritte für die Realisierung des Projekts zu unternehmen.

Bisher finden Fußballspiele auf dem Rasenplatz im Bernhard-Vocke-Stadion statt, das Training im Sommerhalbjahr ebenfalls. Ab Herbst mussten die Sportler bisher auf den nahen Hartplatz ausweichen, weil dieser im Gegensatz zum Rasenplatz beleuchtet ist. 

Doch der Platz ist in einem miserablen Zustand. „Er ist bei schlechtem Wetter nicht mehr benutzbar“, sagt Vereinsvorsitzender Christian Reiser. „Die Verletzungsgefahr ist groß und die Oberflächenschicht so gut wie verschwunden.“

Das Projekt Kunstrasenplatz wird etwa 377.000 Euro kosten. Im Haushalt der Stadt wurden bereits 5.000 Euro Planungskosten und 160.000 Euro mit Sperrvermerk bereit gestellt. Durch voraussichtliche Zuschüsse werde sich der Eigenanteil der TSV auf etwa 65.000 Euro reduzieren. „Der Verein verfügt über Reserven“, sagt Reiser. „Wenn diese und die Zuschüsse nicht ausreichen, nehmen wir einen Kredit auf.“ Die Mitgliedsbeiträge würden nicht erhöht. Die Stadt soll die Unterhaltung des Platzes übernehmen.

Die Fraktionen stehen hinter dem Vorhaben. „Die SPD wird sich dafür einsetzen, die 160.000 Euro zur Verfügung zu stellen“, sagt Walter Perndl. Malte Fehling von der Freien Liste sagt: „Wenn die TSV ein schlüssiges Finanzierungskonzept vorlegt, geben wir das Geld frei.“ Die CDU wird dem Vorhaben ebenfalls keine Steine in den Weg legen. „Trotzdem sollte man darüber sprechen, ob sich die Fußballer nicht doch an der Pflege des Platzes beteiligen“, sagt Lothar Dietrich.

Hintergrund: Kunstrasen ist immer bespielbar

Kunstrasenplätze sind bei Sportlern beliebt. „Ein Vorteil ist, dass die Plätze fast immer bespielbar sind und bei schlechtem Wetter viel seltener Partien ausfallen müssen“, sagt Stefan Schindler, Kreisfußballwart Hofgeismar-Wolfhagen. „Kunstrasen ist pflegeleicht, man muss ihn nicht mähen und er kann stärker beansprucht werden.“ Die Winterpause falle mit Kunstrasen kürzer aus. Im Kreisteil Hofgeismar gibt es bisher keinen Kunstrasenplatz. Der nächste ist in Vellmar. In Kassel gibt es zahlreiche Kunstrasenplätze. Der neue Platz in Immenhausen wird auch den anderen Stadtteilen zugute kommen. Sportler aus Mariendorf und Holzhausen können bei Bedarf auf ihn ausweichen.

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