Antrag auf Austritt aus EGR gescheitert

Immenhausen bleibt bei Windradbau dabei

Immenhausen. Kontrovers diskutiert wurde in der Immenhäuser Stadtverordnetensitzung auch die Beteiligung an der Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR). Die Freie Liste hatte einen Antrag auf Austritt gestellt.

Er wurde mit sechs Stimmen dafür, elf dagegen und drei Enthaltungen abgelehnt. Immenhausen bleibt also vorerst in der EGR.

Die EGR ist ein Zusammenschluss von neun Kommunen der Nordspitze. Ihr Ziel ist, den Bau von Windkraftanlagen im Reinhardswald in die Hand zu nehmen, sobald die Pachtverträge unterschrieben sind.

„Wir sollten kündigen, weil das Projekt EGR schallend gescheitert ist. Eine weitere Beteiligung ist somit absolut überflüssig“, begründete Fraktionsvorsitzender Malte Fehling den Antrag der Freien Liste.

Unmut zog die CDU mit ihrem Abstimmungsverhalten auf sich. Fraktionsvorsitzender Lothar Dietrich und zwei weitere CDU-Mitglieder enthielten sich, was Bürgermeister Jörg Schützeberg stark kritisierte. „Man kann für eine weitere Beteiligung sein oder auch dagegen, aber für die Enthaltungen habe ich nur Kopfschütteln übrig“, sagte er. „Ich muss wissen, wie ich nach außen argumentieren soll, und die Meinungen der Fraktionen kennen.“

Walter Perndl (SPD) forderte die CDU auf: „Sagt doch was ihr wollt, Enthalten macht keinen Sinn.“

Lothar Dietrich rechtfertigte seine Entscheidung damit, dass konkrete Zahlen und Fakten noch nicht vorlägen und er sich zum Thema EGR deshalb jetzt noch nicht positionieren könne. „Ich kann doch jetzt nicht gegen einen Austritt stimmen und beim nächsten Mal dafür“, sagte er. „Wir müssen erstmal abwarten.

Rubriklistenbild: © Rother

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