Zuhause für Frosch und Co.

Feuchtbiotop für praxisnahes Lernen: Freiherr-vom-Stein-Schule stellt neuen Teich vor

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Ort zum Lernen und Entspannen: Stefan Luttmann, Vorsitzender des Schulfördervereins, Teichretter Marcus Leitschuh und Schulleiterin Brigitte Kastell (von links) aktivierten am Samstag gemeinsam die Teichpumpe. 

Der Teich der Freiherr-vom-Stein-Schule hat nach 30 Jahren einen dramatischen Zustand angenommen. Das änderte ein Lehrer gemeinsam mit Sponsoren und Helfern. Entstanden ist ein neues Feuchtbiotop. 

Beim Besuchertag am Samstag wurde die Neuerung vorgestellt. Tatsächlich war der Teich zuletzt ein zugewachsenes Loch, das viel Wasser verlor. „Die Folie war beschädigt, sodass wir im Sommer das Ganze mit Tausenden von Litern Wasser am Leben halten mussten“, erklärt Leitschuh, der sich als Hobbygärtner der Sache annahm. So startete der Pädagoge vor gut vier Wochen einen Aufruf im Netzwerk Facebook, wo er die Situation schilderte und um Hilfe bat. „So kam Bewegung in die Sache, ganz viele Menschen boten Unterstützung an, was ich so nie erwartet hätte.“ 

Gesellschaft für Spziales und Kultur im Landkreis Kassel hilft mit Spende

Es gab nicht nur viele Geldspenden von Privatpersonen, sondern auch der Landkreis Kassel meldete sich ohne größeren Papierkram, wie Leitschuh überrascht bemerkte. 1000 Euro kamen so aus der offenbar vielen noch nicht bekannten Gemeinnützigen Gesellschaft für Soziales und Kultur im Landkreis Kassel. Wer gemeinnützige Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur, Jugend, Altenhilfe, Sport oder Denkmalschutz plant, kann bei der GmbH eine Förderung beantragen.

Zudem gab es etliche Sachspenden wie Steine und Pflanzen. Die Landschaftsgärtner Scheffer und Leue ließen zwei Mitarbeiter einen ganzen Tag lang unentgeltlich für die gute Sache baggern. Da allein die Teichfolie für den rund 30 Quadratmeter großen Tümpel etwa 1000 Euro kostet, gab der Schulförderverein diese Summe dazu.

Schüler sollen an kleinem See praxisnah lernen können 

Nicht nur 30 Fische, ein Frosch und zahlreiche Molche und Libellenlarven konnten so gerettet werden, auch die Schüler werden künftig Nutzen von dem kleinen See haben, wo praxisnah gelernt werden kann: „Die einen nehmen Wasserproben und analysieren sie, andere beschäftigen sich mit Flora und Fauna des Gewässers oder man berechnet die Leistung der Pumpe - es gibt hier ganz viele Möglichkeiten etwas zu lernen“, sagt Leitschuh. 

Natürlich integrierte der Lehrer Schüler auch bei den Bauarbeiten, sie halfen beim Transport der Steine oder Setzen der Pflanzen. Statt der üblichen 10 000 Euro werde die Schule am Ende höchstens 4000 Euro ausgeben. Laut Schulleiterin Brigitte Kastell biete der Teich auch „eine „Wohlfühloase zum Entspannen“ und Krafttanken.

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