Neujahrsempfang Immenhausen

Immenhausener Stadtvorsteher: "Antidemokratischen Bewegungen entgegenwirken"

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Ehrennadeln der Stadt: Ausgezeichnet wurden (vorne von links) Thomas Möhle, Rainer Tölle sowie das Ehepaar Marianne und Heinrich Heinemann, außerdem (dahinter) Marco Neumann und Andreas Lange. Es gratulierten Bürgermeister Jörg Schützeberg (Mitte) und Stadtverordnetenvorsteher Walter Desel (hinten Mitte). 

Einige Themen wurden beim Neujahrsempfang in Immenhausen angesprochen: Neben Vorhaben und positiven Aussichten auf die Zukunft, äußerten die Beteiligten auch nachdenkliche Worte.

Zwei Jahre abgehandelt in nur exakt 46 Minuten, damit stellte Bürgermeister Jörg Schützeberg beim Neujahrsempfang der Stadt Immenhausen zur Erleichterung seiner Zuhörer einen Kurzzeitrekord auf. Das Publikum in der Jahnturnhalle erinnerte sich an deutlich längere Ausführungen zu Beginn seiner Amtszeit.

Rückschau aufs vergangene Jahr und Ausblick auf das neue nahm der Verwaltungschef in gewohnter Weise mit einer Power Point Präsentation. „2018 ist für uns gut gelaufen“, bilanzierte Schützeberg für die Stadt. Optimistisch äußerte er sich, dass sich auch das begonnene Jahr wieder positiv gestalten lassen werde. Als bedeutsamen Zugewinn bewertete er die Ausweisung des Reinhardswaldes als Naturpark. Dies bringe der Stadt eine Attraktivitätssteigerung mit Wirkung auf potenziell Zuziehende, Privatleute wie auch Gewerbe, sowie den Tourismus.

In die Zukunft weise auch das neu aufgestellte Marketingkonzept 2030, mit dem Immenhausen fit gemacht werden solle für künftiges Wohnen, Leben und Arbeiten in der Stadt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei den Ausführungen des Bürgermeisters zufolge auf der Planung des Innenstadtquartiers rund um den City-Markt. Für die Neunutzung des Standortes gelte es aber noch, Hürden zu überwinden. In die Zukunftsperspektiven schloss Schützeberg auch die Neu- und Ausbauplanung für die Kita Heidelbeerzwerge in Holzhausen ein.

Vermarktung neuer Baugebiete erfreulich

Unter die Großinvestitionen fallen außerdem der Anbau eines Fahrstuhls an das Rathaus, die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Mariendorf, Feuerwehrneuanschaffungen und die weitere Stadtsanierung im Umfeld der ehemaligen Glashütte. Weiter kündigte er Kanalsanierungen für die Hütterothstraße, die Ostpreußen-, Kasseler und Hochzeitsstraße sowie den Triftweg an. Erfreuliche Entwicklungen sieht der Bürgermeister bei der Vermarktung neuer Baugebiete. Fortgesetzt werden soll die Sanierung der Kinderspielplätze, als nächstes sind das Große Loh und der Leutenhäuser Berg an der Reihe.

Die Grüße der Kreisgremien überbrachte Kreistagsvorsitzender Andreas Güttler. Mit Hinweis auf die anstehende Europawahl sagte er, Europa sei mehr als Reisen ohne Schranken. Die EU stelle ein Bollwerk der Demokratie dar und gebe Sicherheit.

Mit nachdenklichen Worten hatte auch Stadtverordnetenvorsteher Werner Desel den Neujahrsempfang eröffnet. Er warnte die Menschen im Märchenland der Grimms, realen Rattenfängern zu folgen. Stattdessen gelte es, 70 Jahre Frieden und Demokratie zu verteidigen. „Ich wünsche Ihnen Kraft und Mut, antidemokratischen Strömungen entgegenzuwirken“, sagte Desel weiter. Ausdrücklich dankte er dem Musikverein Immenhausen, der als treuer musikalischer Begleiter des Neujahrsempfangs dem Ereignis immer wieder die festliche Note gebe.

Hintergrund: Jubiläumsvereine laden zu sich ein

Traditionell stellen sich beim Neujahrsempfang in Immenhausen die Vereine vor, die im neu begonnenen Jubiläum haben werden. Dies sind die TSV Immenhausen (130 Jahre), die TSV-Sparte Spielmannszug (125 Jahre), der Tennisclub Grün-Weiß Immenhausen (40 Jahre) und in Holzhausen der Förderverein für Heimat und Nachbarschaft (25 Jahre). Der TSV-Spielmannszug plant eine Feier am Samstag, 10. August, ab 14 Uhr mit einem musikalischen Marsch, begleitet durch weitere Musikzüge, von der Jahnturnhalle bis vor Siggis Treff. 

Beim TCI sind ein Tag der offenen Tür und Tennisschnupperstunden vorgesehen (Termin wird noch bekanntgegeben). Der Förderverein Holzhausen lädt zu seinem Jubiläumsfest am Samstag, 30. März, um 15 Uhr ins Bürgerhaus ein. Die TSV weist auf das Großereignis Tourstopp hin. Am Mittwoch, 19. Juni, dreht sich im Bernhardt-Vocke-Stadion alles um Sportangebote und Sportabzeichen. Sportpromis werden erwartet, es gibt ein Rahmenprogramm.

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