Karneval der Immenhäuser TSV per Internet

Helau gibt´s diesmal vorm TV: Immenhausen teilt Erinnerungen

Suse Rehm (links) und Svenja Koch kostümiert vor einem Fernseher.
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Karneval mal anders: Suse Rehm (links) und Svenja Koch hatten sich als Axel und Slash von der Rockband Guns ´n´ Roses für den heimischen Karnevalsabend kostümiert. Den beiden Immenhäuser Freundinnen kamen beim Betrachten des TSV 1889-Angebots auf Youtube jede Menge Erinnerungen in den Sinn.

Eigentlich hätte am Samstagabend einmal wieder die Jahnturnhalle gebebt, ist doch der Samstag vor Rosenmontag stets ein Garant für Bombenstimmung bei den Immenhäuser Jecken.

Immenhausen - Der Pandemie wegen blieb diesmal die Halle leer, doch dafür wurde das grün-weiße Helau direkt in die Wohnzimmer per Internet gesendet.

Über zwei Stunden unterhielten die Karnevalisten der örtlichen Turn- und Sportvereinigung (TSV) die Gäste mit Beiträgen aus den vergangen 30 bis 40 Jahren. „Uns wurden viele Beiträge zugesandt, doch die ganz alten aus unserer Anfangszeit vor 50 Jahren waren qualitativ leider zu schlecht“, sagte Herbert Schmidt, der den Sechs Siebengescheiten, wie sich Karnevalsmacher nennen, vorsitzt. Er und Sitzungspräsident Tobi Römer führten die Zuschauer durch das Programm, welches immerhin 2500 Aufrufe schon am nächsten Tag bei Youtube zu verzeichnen hatte (zu finden unter der Suchfunktion, Stichwort „TSV 1889 Immenhausen“).

Sechs Wochen lang hatten die TSV-Jecken per Zoom-Konferenz an ihrer Alternative zur echten Sitzung gebastelt. „Die meiste Arbeit hatte dabei unserer Vorsitzender Christian Reiser, der das gesamte Material zusammengeschnitten hat“, hieß es. Die gesamte Sendung, bei der Mitschnitte aus vergangenen Zeiten mit Ansagen von Schmidt und Sitzungspräsident Tobi Römer wechseln, ließ bestimmt bei vielen Erinnerungen aufkommen: So gab es mehrere Tanzbeiträge der „Ahlberg Dancers“, auch den legendären Pinguintanz war.

Für gute Laune sorgte sicher auch Stimmungssängerin Magdalena Müller mit dem „Gorilla mit der Sonnenbrille“ und das Friedrich-Hartung Duo mit Ohrwurm-Schlagern. Schön war auch der Rückblick der Gardetänze, deren Mitgliedern ja immerhin vergangenes Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feierten.

Wie sich mit den Jahren die Besetzung des Elferrates verändert hatte oder auch die Bühnendekoration immer professioneller wurde, konnte man zudem gut an den Einspielern nachvollziehen. „In all den Jahren gab es bei uns nur vier Sitzungspräsidenten, die wir zwar nicht alle zeigen konnten, aber immerhin Dieter Seeger, den 2006 Römer ablöste.“

Einer der ältesten Beiträge war Karnevalsurgestein Manfred Reuter, der mit einer Büttenrede an Heinz Erhardts Korn-Klassiker erinnerte. „Ich denke, dass der Zusammenschnitt gut zeigt, wie viele uns über die Jahre die Treue gehalten haben und was für eine gute Gemeinschaft wir sind“, so Schmidt. Natürlich soll der digitale Karneval nur eine Ausnahme sein – kommendes Jahr soll im Saal, wenn es Corona erlaubt, wieder die Post abgehen und der Pause wegen „noch doller als bisher“, sagt der Narrenchef.

Auch in Trendelburg ging es am Samstag etwas karnevalistisch zu: Bunt kostümiert liefen einige junge Mitglieder der örtlichen Karnevalsvereinigung sechs Kilometer durch den Ort: „Viele schauten uns von den Fenstern aus zu, andere standen am Straßenrand und an einem Haus gab es sogar ein Schnäpschen für uns alle“, berichtet Sarah Löber. (Tanja Temme)

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