Kommentar zu NVV-Bussen: Arbeitsbelastungen in den Blick nehmen

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Bus der Firma Bonte in Holzhausen.

Dass noch keine Bordsysteme in Bonte-Bussen installiert sind, ist ärgerlich. Problematischer ist allerdings der hohe Krankenstand bei Busfahrern, meint HNA-Redakteur Gerd Henke.

Vom Kasseler Norden über Vellmar bis Immenhausen und Calden ist Schwarzfahren seit Wochen ganz legal. Wer sich hier in den Bus setzt, muss nichts bezahlen. Denn wo kein Ticket-Verkauf stattfindet, muss auch niemand einen Preis entrichten. So günstig war der öffentliche Nahverkehr noch nie.

Doch Schadenfreude ist fehl am Platz. Denn die Verluste, die hier täglich eingefahren werden, schlagen beim NVV zu Buche. Der aber wiederum wird zum großen Teil von Land, Kreisen und Kommunen finanziert. Durch Steuergelder also.

Wenn es so ist, dass der Busausrüster IVU für die verspätete Lieferung der Bordsysteme verantwortlich zu machen ist, dann sollte der Schadensausgleich kein unüberwindbares Problem darstellen.

Auf ganz andere Problemlagen deutet indes die Tatsache hin, dass der Krankenstand bei deutschen Busfahrern so hoch ist, dass sie reihenweise durch spanische Kollegen ersetzt werden müssen. Daher wird nun auch hier der Blick verschärft auf Arbeitsbedingungen und Belastungen zu richten sein.

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