Ein Beispiel von vielen

Fleißige Helferinnen nähen Masken

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Eine der Helferinnen aus der Immenhäuser Gruppe: Brigitte Bachmann an ihrer Nähmaschine.

Sie lassen die Nähmaschinen rattern und wollen so bei der Produktion von Gesichtsmasken helfen

In der Region engagieren sich mittlerweile zahlreiche Menschen ehrenamtlich in diesem Bereich. Dazu gehört auch eine Gruppe aus Immenhausen und Umgebung: Insgesamt sind dort 28 Näherinnnen im Alter von 9 bis 70 Jahren für die gute Sache im Einsatz – plus vier Ehemänner, die sie unterstützen. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Mitarbeiterinnen der Klinik und deren Freundeskreis, teilt die Gruppe mit. Die Idee sei entstanden, als die Uniklinik in Essen damit an die Öffentlichkeit gegangen war.

Die Entscheidung des Krisenstabes mit Chefarzt Prof. Dr. Stefan Andreas und Geschäftsführer Wilfried Gründel an der Spitze, dieses für die Lungenfachklinik umzusetzen, sei schnell gefallen. Mit Andrea Kramski und Petra Reubert als Organisatorinnen wurden Stoff, Band und Draht aus der hauseigenen Wäscherei verteilt. Daraus wurden 245 Masken hergestellt und an die Klinik übergeben. Stoff und Zubehör für weitere 800 Masken wurden über das Internet bestellt – 100 Prozent Baumwolle, waschbar bis 95 Grad.

Mitmenschen werden geschützt

In erster Linie seien die Masken in der Klinik für die Patienten, um das Personal zu schützen, heißt es in der Mitteilung weiter. „Leider haben wir nicht mit den langen Lieferzeiten gerechnet, deshalb haben wir erstmal Stoff aus einem Markt in Kassel gekauft, um unser Personal im Seniorenpflegeheim und dem Wohnpflegeheim auszustatten“, schreiben die Organisatorinnen. In diesen Bereichen trage das Personal die Masken, um die Bewohner zu schützen. Auch hier wurden zunächst 100 Masken übergeben, weitere 100 sollten noch folgen.

Eines ist den Näherinnen wichtig: Die Masken sind keine Schutzmasken im medizinischen Sinne. Mit ihnen würden aber bei Niesen oder Husten die Tröpfchen nicht bis zu zwei Meter weit fliegen, sondern nur rund 20 Zentimeter. „Das heißt wir schützen nicht den Träger, sondern die Mitmenschen.“

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