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Künftig Starthilfe bei der Berufswahl in Immenhausen

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Von: Bernd Schünemann

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Die ehemalige Ausstellungshalle der Süßmuth-Glashütte in Immenhausen.
Die ehemalige Ausstellungshalle der Süßmuth-Glashütte in Immenhausen. Das denkmalgeschützte Gebäude ist als Favorit aus 17 Vorschlägen von Städten und Gemeinden im Landkreis hervorgegangen. © Bernd Schünemann

Eine Reihe von Mitstreitern hat der Kreis Kassel gefunden, die sich am geplanten Berufsorientierungszentrum beteiligen. Von mehr als 30 Betrieben gebe es Zusagen.

Kreis Kassel/Immenhausen – 22 weiterführende Schulen unterstützen das Projekt ebenfalls. Das Zentrum soll jungen Menschen eine Orientierungshilfe für ihre Berufswahl geben und helfen, den Fachkräftemangel der heimischen Wirtschaft zu mildern, sagte Landrat Andreas Siebert im Gespräch mit der HNA.

17.000 Stellen bleiben unbesetzt

Eine Studie des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur hatte ergeben, dass bis 2024 rund 17 000 Stellen in der Region unbesetzt blieben. Deswegen will „der Kreis junge Menschen für Berufe in der Region begeistern“, erklärte Siebert. Dabei soll ein Berufsorientierungszentrum (BOZ) helfen. Dort könnten Schülerinnen und Schüler Berufe live erleben. „Am besten ist es, praktisch zu zeigen, was in dem jeweiligen Beruf gemacht wird.“

17 Städte und Gemeinden hatten Standortvorschläge gemacht. Daraus habe sich das Ausstellungsgebäude der ehemaligen Glashütte in Immenhausen als Favorit herausgestellt, erklärte Peter Nissen, beim Kreis zuständig für Regionalentwicklung. Die Stadt Immenhausen und der Haushaltsausschuss des Bundestages hatten bereits Förderungen für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes zugesagt. Siebert machte deutlich, dass zunächst inhaltliche Fragen geklärt werden. Der Standort müsse gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.

Landrat Andreas Siebert
Landrat Andreas Siebert © Alia Shuhaiber/Archiv

Eine Machbarkeitsstudie, die auch die notwendige Beteiligung von Unternehmen, Verbänden und Schulen klären wird, solle noch im Oktober vorliegen. Sie werde dann in der Kreisverwaltung bewertet. Siebert rechnet damit, dass der Kreistag Anfang 2023 über das Berufsorientierungszentrum beraten und entscheiden könne. Dann solle auch feststehen, wie der Betrieb finanziert werde. An den Kosten der Studie (etwa 170 000 Euro) haben sich neben dem Kreis das Land (100 000 Euro) und die Kooperationspartner (Kammern, Handwerkerschaft) mit rund 30 000 Euro beteiligt. (Bernd Schünemann)

Studie klärt Beteiligung heimischer Betriebe

Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums des Landkreises, bezeichnet die Machbarkeitsstudie für das Berufsorientierungszentrums auch als „kommunikatives Werk“. Sie solle bei Schulen, Unternehmen, Innungen und Kammern werben und die Beteiligung heimischer Unternehmen und Verbände klären. Erstellt wird das Werk vom Bang Starter-Center, das in Delbrück bei Paderborn ein Beruforientierungszentrum betreibt. Ein weiteres soll 2023 dort eröffnet werden. (Bernd Schünemann)

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