Erster Tag als Bürgermeister

Lars Obermanns Start im Rathaus von Immenhausen

Lars Obermann steht an seinem ersten Arbeitstag als Immenhäuser Bürgermeister vor dem rathaus der Stadt.
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Der neue Bürgermeister: 1998 wurde Lars Obermann Leiter der Kämmerei im Immenhäuser Rathaus. Am Montag hatte er den ersten Arbeitstag als Rathaus-Chef seiner Heimatstadt.

Präsenz bei Unternehmen und Vereinen will Immenhausens neuer Bürgermeister Lars Obermann zeigen. Das hatte er schon vor seinem Amtsantritt angekündigt.

Immenhausen – Am Sonntag setzte er das schon um: Die Immenhäuser Feuerwehr war die erste Einrichtung, die der neue Rathaus-Chef besuchte – sehr zur Freude der Brandschützer. Der erste Arbeitstag am Montag begann ganz routinemäßig. Den Weg ins Rathaus kennt Obermann seit 1998, als er die Leitung der Immenhäuser Finanzabteilung übernahm. Zunächst will er dafür sorgen, dass Projekte aus dem vergangenen Jahr abgeschlossen werden.

Parkplatz, Straßenbau und Radweg

Der Parkplatz am Friedhof soll angelegt werden, um die Parkplatzsituation an Apotheke und Arztpraxis zu verbessern, über die die Anwohner klagen. Davon profitierten auch die Friedhofsbesucher. Die Erneuerung der Hütteroth-Straße in Holzhausen sowie von Triftweg und Ostpreußenstraße in Immenhausen stehen einschließlich Kanal- und Wasserleitungen noch an. Das beauftragte Unternehmen wolle zu Jahresbeginn loslegen. Dazu gehört die weitere Erschließung des Baugebiets Wildgraben. Und da ist der Radweg zwischen Holzhausen und Rothwesten.

Fest im Blick hat Obermann andere Vorhaben: vor allem die Belebung der Innenstadt, die eng mit dem Erhalt des Frischemarkts verbunden ist. „Wenn der Frischemarkt zumacht, stirbt die Innenstadt aus“, sagt Obermann ganz klar. Der Markt brauche mehr Kunden. Deshalb sei es wichtig, dass er unterstützt werde. Sonst drohe auch der Verlust der Eisdiele.

Stadt soll Glashütten-Gelände kaufen

Das zweite große Thema ist das Glashütten-Gelände. Nach 20 Jahren Verfall müsse dort etwas geschehen. Sein Plan: Die Stadt solle das Gelände kaufen. Dann könne sie mit einem Investor, den die Stadt aussuche, überlegen, was geschehen soll. Als Beispiel verweist Obermann auf den Wohnpark Wilhelmsthal, der in Calden entstehen soll. Immenhausens Bebauungsplan sieht für die Glashütte Wohnbebauung vor.

Ein ganz präsentes Thema beschäftigt das Rathaus auf mehreren Ebenen: die Corona-Pandemie. Die Entwicklung der Steuereinnahmen sei unklar. Außerdem müsse die Verwaltung so aufgestellt sein, dass der Betrieb auch bei Infektionen weiterlaufen könne. Das gelte vor allem für Bereiche wie Wasserversorgung und Feuerwehr.

Obermanns Nachfolger in Kämmerei und Hauptamt tritt seinen Dienst am 1. Februar an: Dann wechselt Steffen Meywirth vom Regierungspräsidium ins Immenhäuser Rathaus.

„Viele gute Ideen“

Obermann habe „richtig Bock“ auf die Arbeit und viele gute Ideen für seine Arbeit für Immenhausen. Aber er stellt auch fest: „Mein Tag hat nur 24 Stunden.“ Um gute Arbeit im Rathaus leisten zu können, seien die Unterstützung und der Rückhalt der Familie notwendig. Da müsse es auch möglich sein, dass er sich Zeit für Termine mit seiner Familie nehme. Das hatten ihm auch die Stadtverordneten bei der Amtseinführung mit auf den Weg gegeben: Er solle bei der Arbeit für die Stadt „nicht die Zeit für die Familie vergessen“, hieß es im November im Parlament. (Bernd Schünemann)

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