Am Mittwoch war Grundsteinlegung für Anbau und Sanierung

Lungenfachklinik Immenhausen soll 2019 fertig sein

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Arbeiten sind in vollem Gang: Bisher ist man noch ganz am Anfang, aber Ende 2019 soll alles fertig sein. Bis dahin sollen der neue Anbau und auch die Sanierung im Altbau abgeschlossen sein.

Immenhausen. Mit einem Investitionsvolumen von fast 22 Millionen Euro ist es das größte Projekt in der 112-jährigen Geschichte der Philippstiftung: der Anbau und die Sanierung der Lungenfachklinik Immenhausen. Die Bauarbeiten haben begonnen, am Mittwoch war Grundsteinlegung.

52 Meter lang, 19,5 Meter breit und fünf Etagen hoch wird der neue Anbau sein. „Im Keller wird Technik untergebracht, das Erdgeschoss ist für Untersuchung und Behandlung vorgesehen. Im ersten und zweiten Stock werden Patientenzimmer eingerichtet, im dritten eine Intensivstation“, sagt Wilfried Gründel, Geschäftsführer der Philippstiftung, die Träger des Krankenhauses ist.

Dass das Projekt auch ein Zeichen für die Sicherheit der Arbeitsplätze in der Klinik ist, sagte Hessens Sozialminister Stefan Grüttner bei der Grundsteinlegung. „Das Krankenhaus kann selbstbewusst in die Zukunft schauen.“

Freuen sich auf den neuen Anbau: Chefarzt Stefan Andreas, Ralf Middelmann vom Architekturbüro RSE und Wilfried Gründel, Geschäftsführer der Philippstiftung.

Während der Bauarbeiten läuft der Klinikbetrieb normal weiter. Doch auch, wenn das für die Mitarbeiter nicht optimal sei, freuen sie sich auf den zusätzlichen Platz, der durch Anbau und Sanierung hinzukommt. „Wir sind sehr froh, der Enge zu entkommen“, sagt Betriebsratsmitglied Ilona Bonnet. Dass der zusätzliche Platz unbedingt gebraucht wird, zeige auch die Zunahme der Lungenerkrankungen, erklärt Geschäftsführer Gründel. „Die Klinik verfügt seit 1953 über dasselbe Raumangebot, obwohl wir immer mehr Patienten haben. Jährlich steigen die Fallzahlen um durchschnittlich fünf Prozent.“ Insgesamt wird es 3000 Quadratmeter mehr Fläche geben, 1000 für Untersuchung und Behandlung, 2000 für Patientenzimmer. Es werde nicht mehr Zimmer geben, dafür größere.

Das Einrichten der Baustelle hatte Anfang Juni begonnen. Den Rohbau will man bis Januar 2018 abgeschlossen haben, Ende 2019 soll dann alles fertig sein. „Das Regenwetter in den vergangenen Tagen hat uns Probleme bereitet“, sagt Ralf Middelmann vom Architekturbüro RSE. „Wir hoffen, dass es jetzt erstmal trocken bleibt.“

Das Projekt wird in zwei Bauabschnitten realisiert. Der erste kostet 17,9 Millionen, der zweite 3,4 Mio. Euro. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus über 9 Mio. eigenem Geld, 4,5 Mio. vom Land und 2 Mio. zinsgünstigem Darlehen. 6 Mio. Euro hatte die Stadt Immenhausen von der Wi-Bank Hessen beantragt und an die Philippstiftung weitergeleitet. Die Lungenklinik ist der größte Arbeitgeber Immenhausens und beschäftig 225 Mitarbeiter.

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