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Mehr Sicherheit mit neuen Sirenen in Immenhausen – Stadt weist Kritik am Standort zurück

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Von: Bernd Schünemann

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Neue Sirene am Spielplatz an der Ostenbeck: Einige Anlieger kritisieren die Aufstellung auf dem Immenhäuser Spielplatz. Daniela Reuse (Stadtverwaltung), Bürgermeister Lars Obermann, Stadtrat Diethelm Robrecht und Stadtbrandinspektor Heiko Reuse erklären, warum der Standort ausgewählt wurde.
Neue Sirene am Spielplatz an der Ostenbeck: Einige Anlieger kritisieren die Aufstellung auf dem Immenhäuser Spielplatz. Daniela Reuse (Stadtverwaltung), Bürgermeister Lars Obermann, Stadtrat Diethelm Robrecht und Stadtbrandinspektor Heiko Reuse erklären, warum der Standort ausgewählt wurde. © Bernd Schünemann

Sieben neue Sirenen sollen die Immenhäuser Bevölkerung besser schützen. Einige Bürger kritisierten aber den Standort einer Sirene auf dem Spielplatz.

Immenhausen – Die Sirenen wurden in den vergangenen Wochen installiert. Vier sollen künftig in Immenhausen für Warnungen an die Bürger sorgen, zwei in Holzhausen und eine in Mariendorf, sagten Bürgermeister Lars Obermann und Stadtbrandinspektor Heiko Reuse.

Die neuen Anlagen ermöglichten eine individuelle Information der Immenhäuser Bevölkerung, ergänzte Reuse. Die alten Sirenen gaben nur verschiedene Warntöne ab. Die neuen Geräte ermöglichten neben den Warntönen auch Durchsagen. So könnten zum Beispiel Bewohner in bestimmten Stadtgebieten gezielt über Gefahrenlagen informiert werden, beispielsweise bei Gefahrgutunfällen oder bei der Verunreinigung von Trinkwasser.

152.000 Euro haben die Siren die Stadt Immenhausen gekostet

Dazu hätte bisher ein Lautsprecherwagen der Feuerwehr durch die Straßen fahren müssen. Auch im Kriegsfall würden die Sirenen zur Warnung oder Entwarnung eingesetzt, ergänzte Reuse. 152.000 Euro hat die Stadt investiert. Sechs Warnanlagen wurden auf Masten installiert. Die Sirene in Mariendort wird auf dem Dach des Feuerwehrhauses aufgebaut. Sie decke auch den bewohnten Teil des Ahlbergs ab, sagte der Stadtbrandinspektor.

Der verbesserte Bevölkerungsschutz ist spätestens seit der Hochwasserkatastrophe vom Sommer 2021 zum viel beachteten Thema geworden. Deswegen wird in vielen Städten und Gemeinden über den Ausbau der Sirenenanlagen gesprochen. Doch mit dem Bevölkerungsschutz kann man es offensichtlich nicht allen Menschen recht machen.

Einige Bürger Immenhausens kritisierten Standort auf Kinderspielplatz und Sonnenreflektion

Kaum war die Anlage an der Straße Ostenbeck aufgestellt, gab es Proteste von Anwohnern. Der Standort auf dem Kinderspielplatz wurde bemängelt. Außerdem, so die Beschwerde einer Anwohnerin, solle der Sirenenmast das Sonnenlicht auf ihr Grundstück reflektieren.

Bürgermeister Lars Obermann wies die Kritik an dem Standort Spielplatz zurück. Die Stadt habe im Vorfeld mehrfach und ausführlich über die Anschaffung und Aufstellung der Anlagen informiert, unter anderem in einer Bürgerversammlung. Auch auf der städtischen Internetseite seien die Standorte zu finden gewesen. Vor dem Aufbau habe es keine Kritik an den ausgesuchten Standorten gegeben. Eine Beeinträchtigung des Spielplatzes sehe man bei der Stadt nicht.

Die umstrittene Sirene am Kinderspielplatz habe einen „Sanftanlauf“, ergänzte Daniela Reuse. Sie ist in der Stadtverwaltung zuständig für Feuerwehr-Themen. Die Sirene laufe im Alarmfall leiser an als die anderen Anlagen. Damit solle vermieden werden, dass sich bei einem Alarm Kinder auf dem Spielplatz erschreckten.

Die ausgewählten Standorte für die Sirenen in Immenhausen decken alle Bereiche der Stadt ab

Stadtbrandinspektor Reuse wies darauf hin, dass die Stadt bei einem anderen Standort in der Kernstadt fünf Sirenen hätte aufstellen müssen. Die vier ausgewählten Standorte seien notwendig, damit die Warntöne alle Bereiche der Stadt abdecken. Vor allem das Gebiet der Lungenfachklinik und Seniorenwohnanlage wäre sonst schwierig erreichbar gewesen. Diese sensiblen Bereiche werden mit der Anlage auf dem Kinderspielplatz abgedeckt.

Stadtrat Diethelm Robrecht wies darauf hin, dass die neuen Sirenen auf städtischen Grundstücken stehen sollten. Auch deswegen sei der Spielplatz ausgesucht worden. (Bernd Schünemann)

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