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Neue Sirenen für Immenhausen

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Von: Thomas Thiele, Bernd Schünemann

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Eine moderne Sirenenanlage, die auch Durchsagen machen kann.
Die Stadt Immenhausen will moderne Sirenen aufstellen lassen. Geräte wie diese können auch Durchsagen machen. © Jan Woitas/dpa

Verbesserter Bevölkerungsschutz ist spätestens seit der Hochwasserkatastrophe 2021 zum Thema geworden. Viele Städte überlegen den Kauf neuer Sirenenanlagen.

Immenhausen/Kreisteil Hofgeismar- So will beispielsweise Immenhausen das Alarmierungssystem im Stadtgebiet jetzt grundlegend erneuern: Sieben neue Sirenen sollen dort aufgestellt werden, kündigten Stadtbrandinspektor Heiko Reuse und Bürgermeister Lars Obermann an. Vier sind für die Kernstadt vorgesehen, zwei für Holzhausen und eine für Mariendorf.

Neuerungen gibt es auch bei deren Steuerung. Bisher können die Immenhäuser Sirenen nur von der Leitstelle ausgelöst werden – und das auch nur für Feueralarm. Die neuen Anlagen ermöglichen beispielsweise Sprachdurchsagen, erkärt Reuse. Das sei wichtig, weil je nach Lage gezielte Informationen durchgegeben werden können. Die Steuerung erfolge dann vom Feuerwehr-Stützpunkt aus und sei auch für Teilbereiche Immenhausens möglich.

Auf diesem Weg könne gezielt informiert werden, zum Beispiel bei Verunreinigung des Trinkwassers in einzelnen Stadtteilen oder bei Gefahrgutunfällen. Bisher müsste dazu ein Feuerwehrauto durch die Stadt fahren, um die Bürger mit Lautsprecher-Durchsagen zu warnen.

Immenhausens Stadtbrandinspektor Heiko Reuse
Immenhausens Stadtbrandinspektor Heiko Reuse © Stadt Immenhausen

Der Bürgermeister geht davon aus, dass die neuen Sirenen frühestens in einem halben Jahr aufgestellt werden können. Aufgrund der großen Nachfrage aus vielen Kommunen rechnet Obermann mit längeren Lieferzeiten. 150.000 Euro wird die Umrüstung einschließlich der Elektroarbeiten kosten.

Im Februar war beispielsweise aus Wiesbaden zu erfahren, dass Kommunen im Landkreis Kassel vom Land Hessen 167.000 Euro erhalten, um Sirenen zu errichten. 15.000 Euro erhalten Calden, Grebenstein, Hofgeismar, Liebenau und Reinhardshagen für die Errichtung von Mastsirenen, Bad Karlshafen und Wesertal je 10 850 Euro für Dachsirenen. Insgesamt sind deutlich höhere Summen nötig, weshalb die Kommunen nach weiteren Geldquellen suchen. Bad Karlshafen beispielsweise hat 100.000 Euro im Haushalt eingeplant.  (Bernd Schünemann/Thomas Thiele)

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