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Feuerwehr Immenhausen: 140.000 Euro fließen in den Austausch der Atemschutzgeräte

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Von: Hanna Maiterth

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Schulung in Immenhausen: Die Atemschutzgerätewarte Bernd Meywirth (vorne links) und Thorsten Schilling (vorne rechts) zeigen wie die neuen Geräte benutzt werden. Fabian Rodrigues Da Luz (Mitte) zieht die neue Ausrüstung testweise an.
Schulung in Immenhausen: Die Atemschutzgerätewarte Bernd Meywirth (vorne links) und Thorsten Schilling (vorne rechts) zeigen wie die neuen Geräte benutzt werden. Fabian Rodrigues Da Luz (Mitte) zieht die neue Ausrüstung testweise an. © Hanna Maiterth

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Immenhausen hat neue Atemschutzgeräte bekommen. 140.000 Euro stellten die Stadtverordneten dafür zur Verfügung. Denn die aktuell noch eingesetzten Geräte sind bereits 30 Jahre alt.

Immenhausen – Sie sollen bis Ende des Monats ausgemustert und im Einsatz durch die Neuanschaffung ersetzt werden. „Der Austausch war dringend nötig.

Denn der Hersteller der alten Geräte bietet keine Ersatzteile mehr an“, sagt Stadtbrandinspektor Heiko Reuse.

Nun verfügen die Wehren im Stadtgebiet Immenhausens über 40 neue Atemschutzgeräte. Zur Ausstattung jedes Grundgeräts gehören eine Maske sowie eine Atemluftflasche mit Schutzhülle. Im kommenden Jahr sollen außerdem 40 weitere Atemschutzgeräte geliefert werden. Sie dienen als Reserve.

Dazu kommen 26 Notsignalgeräte, drei Rettungstrupptaschen und ein Rollcontainer. Letzterer ist für die benutzten Geräte gedacht, die nach dem Einsatz für die Reinigung gesammelt werden müssen. „Wir bereiten sie nach dem Einsatz nicht selbst auf. Das übernimmt eine Firma für uns“, erklärt Reuse. Die Bestellung wurde auf zwei Jahre gesplittet, weil auch im Haushalt der Stadt Immenhausen das benötigte Geld auf zwei Jahre verteilt wurde.

„Die Investition ist richtig und gut angelegt“, betont Bürgermeister Lars Obermann bei der offiziellen Übergabe der Geräte am Wochenende. Für die Stadt sei es ein weiteres wichtiges Puzzleteil. Nicht umsonst hätten sich die Stadtverordneten einstimmig für die Anschaffung ausgesprochen.

Der Austausch der Atemschutzgeräte sei für Reuse und seine Stellvertreterin Petra Reubert eine Herzensangelegenheit, so der Stadtbrandinspektor. Fast zwei Jahre dauerte der Entscheidungsprozess. In dieser Zeit hatten die Atemschutzgerätewarte Erkundigungen auf dem Markt eingeholt und Geräte getestet.

„Thorsten Schilling und Michael Sander haben sich richtig ins Zeug gelegt“, hebt Reuse das Engagement der beiden Männer hervor. Zum Schluss entschied man sich für moderne Technik und verzichtete gleichzeitig ganz bewusst auch auf High-End-Ausstattung. Konkret heißt das, die Geräte funktionieren nun mit Über- statt Normaldrucktechnik. Außerdem haben die Flaschen zwei Anschlüsse, sodass im Notfall eine zweite Person mit Atemluft versorgt werden kann.

Auch das Gewicht hat sich deutlich reduziert. Statt 15 Kilogramm müssen die Atemschutzgeräteträger mit 7,5 Kilogramm nur noch die Hälfte schultern. Verzichtet habe man dafür, so Reuse, auf „elektrische Helferlein“ wie zum Beispiel integrierte Sprechgeräte und digitale Drucküberwachung. „Wir haben jetzt Geräte, die für uns praktikabel sind“, befindet der Stadtbrandinspektor. Für die Immenhäuser Wehr sei das nach 30 Jahren mit den alten Geräten „ein Evolutionsschritt“.

Damit nach dem Wechsel auch im Einsatz nichts schief geht, werden die Wehrmitglieder nun geschult. Im Stadtgebiet Immenhausen sind etwa 40 Ehrenamtliche ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Sie werden sich in den kommenden Wochen mit der neuen Ausstattung vertraut machen. Die erste Gruppe hat sich bereits am Wochenende im Feuerwehrgerätehaus eingefunden. (Hanna Maiterth)

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