Neujahrsempfang der CDU Immenhausen: Ehrung für 44 Jahre Karneval

Verdienter Preisträger: Wilhelm Gude und seine Frau Marlies (Mitte) freuen sich über die Auszeichnung. Dem 80-Jährigen wurde vom CDU-Stadtverband der Bürgerpreis für sein Engagement im Karneval verliehen. Lothar Dietrich (links), Vorstandsmitglied der CDU und Vorsitzender Hartmut Lind überreichten die Urkunde. Fotos:  Temme

Holzhausen. Die Würdigung des Ehrenamtes steht beim Neujahrstreffen der Immenhäuser CDU im Mittelpunkt. Und so stand die Verleihung des Bürgerpreises im Fokus des Treffens, zu dem hundert Gäste ins Holzhäuser Bürgerhaus kamen.

Geehrt wurde Wilhelm Gude, der über Jahre den Karneval in der Stadt mit geprägt hat.

Als prominenter Gast war Eva Kühne-Hörmann zugegen, sie übernahm die Neujahrsansprache bei der Veranstaltung.

In ihrer Ansprache schlug die hessische Justizministerin einen Bogen von der Terrorbekämpfung über Zusammenarbeit von Schwarz- Grün im Landtag bis hin zur Internetbekämpfung. Allein in Hessen hätten sie 70 Verfahren am Laufen, die mit Islamismus und Salafismus zu tun hätten, sagte Kühne-Hörstmann. Anfang Februar solle ein neuer Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht werden, der es ermögliche, dass auch vorbereitende Handlungen in Richtung Terrorismus künftig unter Strafe gestellt werden könnten.

Weiter ging die Ministerin auf die Schwarz-Grüne Landesregierung ein und bewertete die Zusammenarbeit als äußerst positv. „Aktuelle Umfragen spiegeln das auch wider - bei 38 Prozent liegt derzeit die CDU und die Grünen bei 16 Prozent - mit solchen guten Werten konnte man vor einem Jahr noch nicht rechnen.“

Als letzten Punkt griff sie das Thema Internetkriminalität auf. Dabei ginge es vor allem um wirtschaftliche Schädigung und Datenmissbrauch - nur an Kinderpornografie dabei zu denken, sei zu wenig. Laut der Justizministerin hat es im vergangenen Jahr einen neuen Höhepunkt gegeben, was Cyer Crime anbelangt - allein acht Millionen Deutsche seien Opfer von Datendiebstahl, wie das Bundesamt für Sicherheit kürzlich aufgezeigt hätte.

Natürlich meldete sich auch Harmut Lind, Vorsitzender der Immenhäuser CDU zu Wort. In seinem Beitrag ging er unter anderem auf die anstehende Sanierung der Philippsstiftung in Immenhausen ein. Da die Einrichtung größter Arbeitgeber im Ort sei, wolle sich die CDU stark machen, dass die Finanzierung des Bauvorhabens sich in einem verträglichen Rahmen halte.

Daneben ging Lind auf die Geschichte seines Stadtverbandes ein: Dass die CDU seinerzeit Anlaufschwierigkeiten hatte, wird dadurch widergespiegelt, dass sie nur von1946 bis 1948 eine eigene Fraktion stellen konnte. Bis Mitte der 60er Jahre arbeiteten deshalb die CDUler mit der DWG (Demokratische Wählergemeinschaft für Alt- und Neubürger) zusammen und bildeten am Ende dieses Jahrzehnts wieder eine eigene Fraktion.

Zu den regelmäßgigen Aktivitäten des Stadtverbandes gehört auch die Verleihung des Bürgerpreises, der in den 80er-Jahren als Umweltpreis ins Leben gerufen und später umbenannt wurde. „Mit dem Preis erkennen wir langjähriges ehrenamtliches Engagement an“, sagte Lind. Der Preis wurde dieses Jahr Wilhelm Gude übergeben, der sich vor allem im Karneval in Immenhausen einen Namen gemacht hat.

Von Tanja Temme 

 

Hintergrund 

Für sein jahrzehntelanges Engagement im Karneval wurde Wilhelm Gude nun der Bürgerpreis übergeben.

Als 1970 der Grundstein für den Immenhäuser Karneval gelegt wurde, war der 80-jährige schon dabei. Ein Jahr später übernahm er das Amt des Sitzungspräsidenten, ein Amt, dass er bis 1985 inne hatte. Seitdem ist der Senior Ehrenpräsident bei den Karnevalisten. Zurückgezogen hat sich der rüstige Immenhäuser bis heute nicht, noch immer ist er im Hintergrund aktiv und das sind bis heute 44 Jahre.

Außerdem wurde Gudes Wirken bezüglich des Kriegerdenkmals erwähnt, um dessen Erhalt er sich viele Jahre gekümmert hat.

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