Ein Tag für die Wertschätzung

Pflegekräfte im Kreisteil Hofgeismar machen auf ihre Arbeit aufmerksam

Mitarbeiterinnen der ASB-Sozialstation stehen mit dem Rücken zur Kamera. Mt ihren T-Shirt-Aufdrucken weisen sie auf wichtige Aspekte der Pflege hin.
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Die Mitarbeiterinnen der ASB-Sozialstation Immenhausen weisen mit ihren T-Shirts zum heutigen Tag der Pflege auf wichtige Aspekte ihrer Arbeit hin. Auf dem Foto von links Stella Dawit, Tina Ulloth, Melanie Ulloth, Ilona Weber, Monika Falten sowie Gaby Quabeck.

Zum heutigen Tag der Pflege weisen auch Pflegeeinrichtungen im Raum Hofgeismar auf ihre Arbeit und auf die Bedeutung ihrer Mitarbeiter hin.

Immenhausen/Hofgeismar – So treten die Pflegedienst-Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Hessen heute mit einer gemeinsamen Aktion an die Öffentlichkeit. Sie wollen gerade während der Pandemie für Wertschätzung ihrer Arbeit werben. Daran beteiligen sich auch die Pflegekräfte der ASB-Sozialstation in Immenhausen. Mehr als 60 Mitarbeiter pflegen nach ASB-Angaben rund 300 Kunden im Hofgeismarer Land. Damit sei die Immenhäuser Station die größte im Landesverband. Die Mitarbeiter helfen beim Waschen, Toilettengang und Ankleiden, kümmern sich um Verbandswechsel und Medikamentengabe. Und sie „schenken Zeit und ein offenes Ohr“, heißt es einer Mitteilung des ASB.

A wie Anerkennung

Die Mitarbeiter tragen heute T-Shirts jeweils mit einem großen Buchstaben. Alle Buchstaben zusammen bilden „Tag der Pflegenden“. Jeder Buchstabe stelle einen wichtigen Aspekt der Pflege heraus: A wie Anerkennung, N wie Notwendigkeit oder T wie Tarif, erklärt die Immenhäuser Pflegedienstleiterin Ina Noack.

„Mit unserer Aktion möchten wir Aufmerksamkeit für die Pflegeberufe schaffen und zeigen, welche Arbeit die Mitarbeiter unter enormem Druck, gerade während der Pandemie, für unsere Gesellschaft leisten“, ergänzt Noack. Die Pandemie habe die Pflege verändert. Oft sei der Besuch der Pflegekräfte der einzige Kontakt, den die Menschen haben: „Die Angst vor Einsamkeit ist größer geworden. Zuhören, reden, trösten, darum geht es jetzt umso mehr.“ Aufgrund der körperlichen Distanz sei auch das eine Herausforderung.

Pflegekräfte sind systemrelevant

Heute gelten die Beschäftigten der Pflegebranche als systemrelevant. „Unsere Gesellschaft braucht Pflegekräfte für die Versorgung der Menschen in jedem Alter und dafür setzten wir uns ein. Sie leisten sehr gute Arbeit und haben die Anerkennung von uns allen verdient“, sagt Michael Görner, Geschäftsführer des ASB-Regionalverbands Nordhessen. Die Mitarbeiter brächten den Menschen, die sie betreuen, Respekt und Wertschätzung entgegen. „Das Gleiche wünschen wir uns von der Gesellschaft und Politik für die Pflegenden“, sagt Heidrun Hanrats, ASB-Bereichsleiterin Pflege. Der ASB setze sich für eine Pflegereform ein, vor allem der Finanzierung der Pflege, unterstreicht Görner.

Ein großer Arbeitgeber in Sachen Pflege ist die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen in Hofgeismar, die in Nordhessen und im angrenzenden Thüringen Altenheime betreibt. Allein am Standort Hofgeismar kümmerten sich 380 Pflegekräfte um ältere und pflegebedürftige Menschen, sagte Klaus Vering, Leiter des Altenhilfe-Standorts Hofgeismar. Er begrüße, dass „wir so viele junge Menschen in der Ausbildung zur Pflegefachkraft haben“.

Grillen für die Mitarbeiter

Die meisten blieben nach der Ausbildung bei der Altenhilfe, die seit vergangenem Sommer wieder Tariflohn zahlt. Er habe für alle Mitarbeiter, die im Dienst sind, „eine Überraschung vorbereitet“. Außerdem wolle er gemeinsam mit den beiden Seelsorgern Würstchen für die Pflegekräfte grillen. Denn zum Tag der Pflegen „sind wir an der Reihe, den Pflegenden eine Freude zu bereiten“, ergänzt Vering. (Bernd Schünemann)

Tag der Pflege

Der internationale Tag der Pflege am 12. Mai erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale vor 201 Jahren. Die Britin gilt als Begründerin der professionellen Krankenpflege.

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