Bürgermeisterwahl Immenhausen

Christian Göttlicher (CDU): Politikneuling will ins Rathaus Immenhausen

CDU-Bürgermeisterkandidat Hans Christian Göttlicher steht vor einem Blühstreifen am Ortsrand von Immenhausen.
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Hans Christian Göttlicher genießt gern die Aussicht von Immenhausen, besonders in Richtung Westen. Seine Familie hält der Christdemokrat aus dem Bürgermeister-Wahlkampf weitgehend heraus.

In der Immenhäuser Kommunalpolitik ist Hans Christian Göttlicher fast noch ein Neuling. Jetzt will er Bürgermeister werden.

Immenhausen – Erst vor einigen Monaten trat er in die Immenhäuser CDU ein und kandidierte für die Stadtverordnetenversammlung. Dann wurde eine gewichtige Frage an ihn herangetragen: Ob er bereit wäre, für das Amt des Bürgermeisters in Immenhausen zu kandidieren? Göttlicher überlegte, beriet sich unter anderem mit seiner Frau Svetlana – und nahm die Herausforderung an.

Durch Corona-Krise bewegt

Die Corona-Krise habe ihn bewegt, sich stärker zu engagieren. Sein Gefühl von Freiheit und Sicherheit habe gelitten, sagt der Lehrer, der Bauingenieurwesen studiert hat. Deshalb wolle er die Zukunft mitgestalten und das nicht anderen überlassen. Diese Möglichkeit sieht er in der Kommunalpolitik.

Nach einer Bedenkzeit sei die Entscheidung zur Kandidatur gefallen: „Interesse und Motivation sind da“, sagt Göttlicher. Dann habe er „den Mut zusammengenommen und gesagt „‘Ich mach´s‘“. Ohne Corona wäre die Entscheidung möglicherweise anders ausgefallen. Dann hätte er sich seinen Garten vorgenommen, erzählt Göttlicher.

Viele Ideen

Ziele und Ideen für die Arbeit als Bürgermeister hat der Kandidat zur Genüge. Immenhausen müsse als Wohnsitz für alle Generationen attraktiv sein. Dazu gehöre eine gute ärztliche Versorgung, möglichst mit Fachärzten. Für den Tourismus brauche die Stadt ein Alleinstellungsmerkmal. Dafür biete sich das Thema Glas an – mit dem Glasmuseum und der Glashütten-Geschichte.

Am Herzen liegt Göttlicher, der in seiner Freizeit Schafe und Gänse hält, die heimische Landwirtschaft. Er möchte auch als Bürgermeister „das Bewusstsein für regionale Produkte stärken“. Er schlägt vor, lokale Produkte in der Küche der Lungenfachklinik zu nutzen. Die Zusammenarbeit mit Vereinen, besonders mit der Feuerwehr, ist ein weiteres Thema.

Stadtteile gleichberechtigt entwickeln

Verwaltungserfahrung sei für das Amt nicht unbedingt notwendig, erklärt Göttlicher in einer seiner Broschüren. Wichtig seien aus seiner Sicht Lebens- und Berufserfahrung, die Fähigkeit, Herausforderungen zu erkennen und Mut zur Gestaltung. Auf seinen Plakaten und Broschüren tritt Hans Christian Göttlicher als „Bürgermeister für alle“ an. Wenn er gewählt werde, wolle er Ideen für Immenhausen professionell ausarbeiten lassen, beispielsweise für den Tourismus und das Glasmuseum. Auf dieser Basis sollten die Gremien über den künftigen Weg entscheiden. Immenhausen will er gleichberechtigt für alle drei Stadtteile entwickeln. Dabei sollen die Identität und der Charakter der Orte erhalten bleiben.

Göttlicher wuchs in Immenhausen auf. In seiner Freizeit war er in der TSV Immenhausen aktiv. „Meine Jugend war von Schule und Sport geprägt. Sport war wichtiger“, erzählt der Lehrer augenzwinkernd. Er spielte Fußball und Handball. Schon als Abiturient hatte er Gänse gehalten.

Wenn es am 26. September nicht klappen sollte, dann bleibt Hans Christian Göttlicher weiter im Schuldienst. An der Gesamtschule Vellmar unterrichtet er Physik und Arbeitslehre-Technik. Die Arbeit als Bauingenieur war ihm „zu mathelastig und zu theoretisch“. Deswegen wechselte er als Quereinsteiger ins Lehramt. (Bernd Schünemann)

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