"Älter werden ist richtig toll"

Regina Arend feiert 25-jähriges Bestehen ihres Friseursalons 

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Seit vielen Jahren im Beruf: Regina Arend (von links) und ihre Tochter Christine feiern am Montag das 25-jährige Bestehen des Friseursalons Arend. Kundin Sonja Dettmar-Richter kommt mit neuer Haarfarbe zur Feier.  

Immenhausen. Wenn Regina Arend über ihren Beruf spricht, ist die Leidenschaft für ihre tägliche Arbeit offensichtlich. „Es ist mein Traumberuf“, sagt die Friseurmeisterin. 

"Wir, meine Mitarbeiter, meine Tochter und ich, durften uns vielen Herausforderungen im Wandel der Mode, aber auch im Wandel der Zeit stellen.“

Seit 25 Jahren besteht ihr Salon im Stadtkern Immenhausens. Dieses Jubiläum und ihre 20-jährige Tätigkeit als Obermeisterin der Friseurinnung Hofgeismar-Wolfhagen feiert Regina Arend am Montag mit ihren elf Mitarbeitern und, wie sie hofft, vielen Gästen. „Meine Zunge ist vom vielen Briefmarken anlecken ganz pelzig“, sagt sie schmunzelnd und meint damit die zahlreichen Einladungen, die sie verschickt hat.

Einige ihrer Kunden kommen bereits seit 25 Jahren in den Salon an der Oberen Bahnhofstraße. Vieles hat sich in dieser Zeit verändert. Heute stehen gesund aussehende, glänzende Haare im Vordergrund der Kundenwünsche“, sagt Arend. Früher sei auf diese Dinge weniger Wert gelegt worden.

An einen Trend aus den 90er Jahren kann sich die Friseurmeisterin noch gut erinnern. „Damals war viel Volumen gewünscht. Das spiegelte sich sowohl in den Haaren als auch in der Kleidung wider – waren zu dieser Zeit doch Schulterpolster in Mode.“

Auch die Preisstruktur habe sich geändert. „Friseursalons mussten ihre Preise anpassen, damit sie bestehen können und die Mitarbeiter anständig bezahlt werden können.“ Man müsse sich darüber klar werden, dass der Kunde für die Lebenszeit des Friseurs bezahlt. „Das ist anders, als wenn ich ein Produkt verkaufe, das ich vielleicht irgendwo billig einkaufen oder produzieren kann.“

Neben ihrer täglichen Arbeit im eigenen Salon engagiert sich Arend in mehreren Bereichen, wie zum Beispiel bei der DKMS Life, die Kosmetikseminare für krebskranke Frauen anbietet, der Allianz gegen Brustkrebs und im BVZ – Bundesverband Zweithaarspezialisten.

Auch für ihre Mitarbeiter wünscht Arend sich, dass sie in ihren Fähigkeiten möglichst breit aufgestellt sind. Deshalb legt sie viel Wert auf Fortbildungen, auch in Bereichen, die man vielleicht nicht sofort dem Friseurberuf zuordnen würde. So zum Beispiel das Trainieren der Stimme und des richtigen Auftretens.

Dass Regina Arend auf so viele Berufsjahre zurückblicken kann, bezeichnet sie als schönes Gefühl. „Es ist richtig toll, älter zu werden. Man wird deutlich gelassener und regt sich nicht mehr über so viele Dinge auf, über die man sich vielleicht früher aufgeregt hätte.“ Sie selbst habe sich im Lauf der Jahre sehr verändert und ihre Persönlichkeit weiterentwickelt.

Vier junge Menschen werden zurzeit im Friseursalon Arend ausgebildet. Auch Tochter Christine hat ihre Ausbildung in dem Salon gemacht, arbeitet dort heute noch und ist ebenfalls Friseurmeisterin.

Die Feier zum Jubiläum findet am Montag, 2. Januar, ab 11 Uhr im Salon Arend statt. Kunden, Freunde, Verwandte, Bekannte, Geschäftspartner und Ehemalige sind eingeladen.

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