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Rolf Luhn: „Das Glasmuseum Immenhausen ist ein Schatz“

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Von: Dorina Binienda-Beer

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Erhard Siebert zeigt das Glaskunstwerk „Gedankengeflecht“.
Der Publikumsfavorit: Erhard Siebert von den Freunden der Glaskunst zeigt das Werk, das den Publikumspreis erhielt: „Gedankengeflecht“ von Sina Mendler. © Dorina Binienda-Beer

In der Finissage am Samstag im vollbesetzten Immenhäuser Glasmuseum wurde das Geheimnis um die Preisträger gelüftet.

Immenhausen – Dem zweiteiligen Werk „Destruction“ von Samuel Weisenborn aus Schiesheim (Rheinland-Pfalz) sprach die Experten-Jury den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis (gestiftet von der Stadtsparkasse Grebenstein) zu. Die große Überblicksausstellung im Glasmuseum Immenhausen zur Entwicklung der zeitgenössischen Glaskunst in Deutschland ist nach viermonatiger Dauer zu Ende gegangen.

Bei der Präsentation zum 8. Immenhäuser Glaspreis hatten 58 Künstler mit fast 100 Arbeiten um die Gunst einer fünfköpfigen Expertenjury sowie des Publikums konkurriert.

Die im dreijährigen Turnus im Glasmuseum ausgerichtete Sonderschau von bundesweiter Bedeutung fiel diesmal in das von den Vereinten Nationen ausgerufene Jahr des Glases. Sie krönte außerdem zwei „Geburtstage“. Der Förderverein Gesellschaft der Freunde der Glaskunst Richard Süßmuth feiert im November sein 40-jähriges Bestehen, das Museum selbst existiert seit 35 Jahren (siehe Termine).

Rund 1000 Besucher wurden in der Ausstellung gezählt. Von ihnen nutzten 650 die Gelegenheit, sich an der Wahl des Publikumsfavoriten zu beteiligen. Laut Gästebuch bildete bei den internationalen Besuchern auch diesmal wieder die besonders Glaskunst-affine Gruppe der Niederländer die Mehrheit.

Erhard Siebert, der Vorsitzende des Fördervereins, würdigte Mut und Bereitschaft der Künstler, sich dem Wettbewerb zu stellen. Die Teilnehmer hätten zu einer gelungenen Ausstellung beigetragen. Der Immenhäuser Glaspreis habe bei seiner Ausrichtung einmal mehr in erheblichem Maße Zeit, Geduld und Organisationstalent erfordert, begründete Siebert seinen Dank an Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen und Hausmeister Heinz Bachmann.

Zugleich betonte der Vorsitzende den Stellenwert der von außerhalb erbrachten Unterstützung. Preisstifter waren wieder die Stadtsparkasse Grebenstein, die Kulturförderung der Sparkassenversicherung Art Regio und die Stadt Immenhausen. Die Finanzierung des weiterhin im Museum erhältlichen Ausstellungskatalogs ermöglichten die Kulturstiftung des Landkreises Kassel und die Sparkassen-Kulturstiftung.

Einen erheblichen finanziellen Beitrag zur Realisierung der Glaskunstschau leistete das Hessische Wissenschaftsministerium. Ministerin Angela Dorn hatte die Schirmherrschaft inne.

Ein deutliches Plädoyer für das Glasmuseum hielt Immenhausens Bürgermeister Lars Obermann. Er würdigte neben der rührigen Museumsleitung das Engagement der Mitglieder des Fördervereins und erntete spontanen Beifall aus dem Publikum.

Von einem wahren Schatz, auf den Immenhausen stolz sein könne, sprach auch Dr. Rolf Luhn von der Art Regio. Sein Appell zur Zukunft des Museums: „Halten Sie es offen!“ Ralf Patock, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Grebenstein, betonte die enorme Bedeutung von Kunst und Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt – gerade in Krisenzeiten.

Die musikalische Umrahmung der Finissage lieferten Armin Schönlau und Fenja Eckart (Klavier und Gesang). (Dorina Binienda-Beer)

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