Brandursache noch ungeklärt

Rückegerät brannte im Wald - Schaden liegt bei 250.000 Euro

Das Rückgerät brannte lichterloh: Der Fahrer und ein Kollege hatten keine Chance mehr, die Flammen selber noch zu löschen. Fotos:  Temme

Holzhausen. Während eines Arbeitseinsatzes hat am Samstagabend ein großes Rückegerät im Waldgebiet bei Holzhausen Feuer gefangen. Die Maschine brannte völlig aus.

Gegen 20 Uhr habe das gewaltige Fahrzeug, mit dem Baumstämme aufgeladen werden, plötzlich angefangen zu brennen. Im Maschinenraum unter der Kabine hätte sich der Brand entfacht, erklärte der 49-jährige Fahrer aus Bayern, der mit seinem Kollegen nahe des Parkplatzes Roter Stock im Reinhardswald im Einsatz war.

Bislang ist die Brandursache noch ungeklärt. Der Schaden wird mit 250.000 Euro beziffert .

Dass die beiden noch zu dieser Uhrzeit im Wald arbeiteten, lag am guten Wetter. „Dieses wollten wir ausnutzen“, sagte der 38-jährige Kollege aus Hameln, der rund einen Kilometer entfernt mit einem Harvester Bäume fällte. Beide waren von einem Warburger Lohnunternehmer für die Waldarbeiten beauftragt worden.

Nichts mehr zu retten: Die große Maschine brannte völlig aus.

Nachdem der Fahrer des Rückegeräts die Feuerwehr alarmiert hatte, versuchte er selbst mit einem Feuerlöscher die Flammen unter Kontrolle zu bringen. „Die Temperaturen waren schon zu hoch, ich hatte keine Chance, das noch in den Griff zu bekommen.“ Da die Maschine des Rückegeräts mit Bio-Diesel und biologisch abbaubarem Öl betrieben wird, besteht keine Gefahr der Verunreinigung des Bodens.

Für die Feuerwehren aus Holzhausen und Immenhausen war es kein einfacher Einsatz, da die brennende Maschine rund 500 Meter im Wald lag. „Eine gute halbe Stunde hat es gedauert, bis die Schläuche gelegt waren“, bemerkte der Hamelner. Wäre es Hochsommer gewesen, hätte der Wald lichterloh gebrannt. „Und was hätte passieren können, wenn mein Kollege dort eingeklemmt gewesen wäre, möchte ich gar nicht aussprechen“, so der Hamelner, der ebenfalls aktiver Feuerwehrmann ist.

Die beiden Feuerwehren waren mit insgesamt 30 Kräften im Einsatz.

Von Tanja Temme

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