Marode Häuser sollen verkauft werden

Schandflecke in Immenhausen könnten bald Vergangenheit sein

+
Möglichst schnell verkaufen: Immenhausens Bürgermeister Herbert Rössel im August vor den zerfallenen Häusern an der Hohen Straße 22 (links) und 23 in Immenhausen.

Immenhausen. Zwei Schandflecke, die die Stadt Immenhausen seit langer Zeit quälen, könnten schon bald verschwunden sein.

„Es wird Ernst“, sagt Bürgermeister Herbert Rössel und meint damit, dass der Verkauf der maroden Häuser an der Hohen Straße 23 und der Echter Straße 21 in Immenhausen immer konkretere Formen annimmt.

Vor einigen Monaten hatte der Bürgermeister noch beklagt, dass sich das Hessische Immobilienmanagement, das mit der Verwaltung der Häuser beauftragt ist, nicht bewege und die Häuser somit immer mehr verfielen. Nun ist das anders. „Das Land hat den Auftrag zur Versteigerung erteilt“, sagt Rössel mit Blick auf das Gebäude in der Hohen Straße. Ein Haus, an dem auch sein Herz noch ein wenig hängt, lebte er doch selbst bis Ende der 60er-Jahre für fast 20 Jahre dort. Das Land habe dafür gesorgt, dass „das Grundbuch sauber“ sei und nun einem Verkauf nichts mehr im Wege stehe.

Wer Haus und Grundstück mit etwa 171 Quadratmetern Fläche an der Hohen Straße über dem Bachlauf der Steinruthe erwerben will, muss zunächst nicht all zu viel investieren. Für 500 Euro ist das Objekt im Internet ausgeschrieben. Teuer könnte es erst in der Folge werden. In der Ausschreibung heißt es: „Umfangreiche, allumfassende Instandsetzungs-, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnehmen sind notwendig.“ Ob auch ein Abriss möglich ist, ist derzeit nicht klar. Das Haus fällt unter das Hessische Denkmalschutzgesetz. „Wenn jemand ein vernünftiges Konzept hat, würden wir denjenigen sicher unterstützen“, sagt Rössel. Für ihn und die Stadt sei es wichtig, dass es in Immenhausen keinen Leerstand gebe. Außerdem hofft er, dass auch der Besitzer des direkt angrenzenden Hauses mit der Nummer 22 zum Verkauf bereit ist. Dieses Haus zerfällt nämlich ebenfalls.

Im Fall des Gebäudes an der Echter Straße 21 ist Rössel noch nicht ganz so weit, dass ein Verkauf ansteht. Aber er hat bereits mit allen Betroffenen, die im Grundbuch eingetragen sind, geredet. „Sie sind alle mit einem Verkauf einverstanden“, erklärt der Bürgermeister. Es sei auch nicht all zu schwer gewesen, die Betroffenen, unter anderem die Sparkasse und den Werra-Meißner-Kreis sowie eine Privatperson, davon zu überzeugen. Zu gering sei das, was die Beteiligten finanziell noch zu erwarten hätten. „Ich hatte damit eine Menge Arbeit, aber ich bin froh, dass sich das Immobilienmanagement nach der ersten Berichterstattung auf die Gemeinde zubewegt hat“, sagt Rössel und ist guter Dinge, dass auch dieses Objekt bald zum Kauf angeboten werden kann.

Wer Interesse an Haus und Grundstück an der Hohen Straße zeigt, kann sich über die Deutsche Internet Immobilien Auktionen über das Objekt informieren.

Von Claudia Stehr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.