Erneut Einsatz für Feuerwehren

Schon wieder brennt Holzstapel im Reinhardswald

Flammen schlagen aus einem Holzpolter am Gahrenberg.
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Meterhoch schlugen die Flammen aus dem Holzpolter, der am Gahrenberg brannte.

Erneut hat ein Holzpolter im Reinhardswald gebrannt. Am Montagabend mussten die Feuerwehren aus Immenhausen und Hann. Münden an den Gahrenberg ausrücken.

Holzhausen – Laut Stadtbrandinspektor Heiko Reuse war es das größte Feuer in der Serie der Holzstapel-Brände in Immenhausen. Die Polizei geht wieder von Brandstiftung aus.

Zum dritten Mal mussten die Immenhäuser Wehren dazu seit Mitte September ausrücken. Als die Feuerwehr eintraf, hätten die Flammen bis zu sieben Metern Höhe aus dem Holz herausgeschlagen, sagte Reuse. In Nordhessen haben in den vergangenen Wochen laut Polizei etwa 20 Polter gebrannt.

Pendelverkehr für Löschwasser

Weil im Wald die Löschwasserversorgung schwierig ist, wurden auch die Wehren aus Reinhardshagen, Grebenstein und Hedemünden alarmiert. Im Pendelverkehr brachten sie mit Tanklöschfahrzeugen das Wasser von Holzhausen an die Brandstelle. Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz.

Die Reinhardshäger Wehr rückte mit einem Löschgruppenfahrzeug aus, berichtete Sprecherin Melanie Heppe. Direkt am Brandort waren zunächst die Wehrleute aus Immenhausen und Hann. Münden im Einsatz. Sie erhielten dann Unterstützung aus Reinhardshagen. Vom Bereitstellungsplatz wurde der Pendelverkehr zur Löschwasserversorgung koordiniert. Das Wasser wurde wieder vom Gerätehaus in Holzhausen geholt. Das Forstamt organisierte einen 12 000 Liter fassenden Wassertank, der aufgefüllt bereitstand.

Auch Kran im Einsatz

Ein Holzfuhrunternehmer aus Reinhardshagen unterstützte die Löscharbeiten. Mit dem Kran seines Lastwagens setzte er das Holz um, so dass es abgelöscht werden konnte. Bliebe das Holz aufgestapelt, könnte die Feuerwehr auch mit großem Wassereinsatz den Brandherd in dem Polter kaum erreichen.

Der dritte Einsatz an Holzpoltern in kurzer Zeit gehe an die Substanz, erklärte Heiko Reuse. Bei Witterungsbedingungen wie am Montag werde die Feuerwehr-Arbeit im Wald schwierig und anstrengend. Am Gahrenberg war am Montagabend Frost. Reuse lobte die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren. Die habe länderübergreifend gut geklappt. Auch die Waldbrandübungen der Wehren in dem Gebiet hätten sich bewährt.

Die Polizei verfolge aufmerksam diese Brandserie, sagte Sprecher Matthias Mänz. Die Beamten des Kommissariats 11 der Kripo seien „besonders sensibilisiert“. Sie hätten auch die Holzpolter-Brände außerhalb des Landkreises Kassel im Blick. Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 0561/9100. Dabei könnten auch Beobachtungen wichtig sein, denen die Zeugen zunächst keine Bedeutung beimessen.

Stadtbrandinspektor Reuse freute sich, dass gegen 22 Uhr die Tankstelle öffnete, damit die Löschfahrzeuge wieder aufgetankt werden konnten. (Bernd Schünemann)

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