Maulwürfe und Wühlmäuse ade

Sportplatz in Mariendorf wurde auf Vordermann gebracht – Spiele sind wieder möglich

Maulwurf muss nun draußen bleiben: Maulwürfe haben ab sofort schlechte Karten auf dem Sportplatz von Mariendorf, wo viele ehrenamtliche Helfer aus dem örtlichen Sportverein die alte Maulwurfssperre erneuerten und eine Weitere bauten. Angestoßen wurde die Maßnahme von Dirk Reinhard (Mitte rechts), der von Jan Eichhorn, Nico Lotze und Julian Brückmann und vielen anderen dabei unterstützt wurde.
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Maulwurf muss nun draußen bleiben: Maulwürfe haben ab sofort schlechte Karten auf dem Sportplatz von Mariendorf, wo viele ehrenamtliche Helfer aus dem örtlichen Sportverein die alte Maulwurfssperre erneuerten und eine Weitere bauten. Angestoßen wurde die Maßnahme von Dirk Reinhard (Mitte rechts), der von Jan Eichhorn, Nico Lotze und Julian Brückmann und vielen anderen dabei unterstützt wurde.

Maulwürfen und Wühlmäusen haben die Männer des Sportvereins Mariendorf den Kampf angesagt. Nun können wieder Fußballspiele auf dem Sportplatz am Heideweg stattfinden.

Mariendorf – Die tierischen Zerstörer wurden erfolgreich vertrieben. Doch nicht nur der Rasen wurde auf Vordermann gebracht, auch für weitere Neuerungen haben die Vereinsmitglieder gesorgt.

„Der Stadt Immenhausen, der ja der Platz gehört, kostete die Überholung gerade mal ein paar Säcke Grassamen – den Rest haben wir allein gestemmt“, sagt Dirk Reinhardt, der den ehrenamtlichen Einsatz angeschoben hatte. So nahm der 40-Jährige die Planung in die Hand, holte jede Menge Spenden rein und legte natürlich auch selbst Hand mit an. „Als die Corona-Sperre auf den Sportplätzen kam, war es für uns die Gelegenheit, das Spielfeld in Angriff zu nehmen.“ Jede Menge Maulwurfshügel, aber auch kleine Wühlmauspisten hatten die Fläche unbespielbar gemacht. Obwohl der Rasen an einer der Längsseiten eine Maulwurfssperre hatte, war diese in die Jahre gekommen. „Gut 40 Zentimeter Erde lag über der alten Sperre, sodass die Maulwürfe da gut durch konnten“, berichtet Reinhard. Deshalb wurde die alte Sperre freigebaggert und der so entstandene Graben mit Kalkschotter aufgefüllt. Und zwar bis kurz unter die Rasenkante, damit auch die wühlenden Mäuse schlechte Karten haben aufs Feld zu gelangen. Da man schon einmal dran war, hat das Arbeitsteam auch gleich einen weiteren Maulwurfsstopp an der Querseite zwischen Vereinsheim und Platz eingebaut. „Zwei Sattelzüge mit 55 Tonnen Schotter haben wir ins Erdreich eingebracht und damit rund 150 Meter dichtgemacht“, so der Initiator.

Neue Hütte für den Sportplatz Mariendorf

Nagelneu: Am Spielfeldrand gibt es nun eine Hütte, von der aus die Zuschauer das Spiel verfolgen können.

Doch das war längst nicht alles was rund 20 fleißige Helfer zwischen April und August dieses Jahres auf die Beine gestellt haben: So wurde entlang eines kleinen Walls, der wegen des Aushubs für die Sperren entstand, eine Natursteinmauer errichtet. Außerdem bekam das Publikum eine neue Hütte, von der aus man die Spiele gut geschützt verfolgen kann. In vielen Stunden wurde zudem das gesamte Gelände um das Spielfeld gestrichen und außerdem für die Eckfahnen ein neues Stecksystem kreiert. Wie viele Stunden an Eigenleistung erbracht wurden, kann Reinhard nicht genau sagen, dafür aber, was an Spenden reinkam: „Bei 500 Stunden habe ich aufgehört zu zählen“, so der Immenhäuser, „Geld und Sachspenden haben wir im Wert von 2500 Euro für das Heideparkstadion bekommen.“

Laut der Mariendorfer Sportler läuft auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Immenhausen sehr gut. „Wir stoßen dort immer auf offene Ohren und freuen uns über das harmonische Miteinander“, berichtet Reinhard. Die Stadt ließ diesen Sommer eine Tiefenlockerung des Platzes vornehmen, die turnusmäßig alle drei Jahre vorgenommen wird. Natürlich hat Reinhard noch jede Menge gute Ideen für das Stadion in Petto, wie beispielsweise fließendes Wasser für die Gastrohütte. (Tanja Temme)

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