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Stadt Immenhausen stellt die Weichen auf Energiesparen

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Von: Bernd Schünemann

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Das Schwimmbad in Immenhausen
Das Schwimmbad Immenhausen: Derzeit ist die Anlage am stärksten von Einsparungen betroffen. © Privat/Archiv

Die Stadt Immenhausen bereitet sich wie andere Kommunen auch auf einem möglichen Gasnotstand im bevorstehenden Winter vor.

Immenhausen – Im Rathaus wurde eine Arbeitsgruppe Gasnotstand eingerichtet, berichtet Bürgermeister Lars Obermann. Unter anderem werden die Temperaturen im Schwimmbad gesenkt und weitgehend auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichtet. Wichtig sei, die städtischen Einrichtungen langfristig energiesparend umzurüsten, sagte der Bürgermeister.

Erste Schritte schon eingeleitet

Die Arbeitsgruppe hat erste Schritte eingeleitet. Schon seit Anfang August gibt es Sparmaßnahmen im städtischen Schwimmbad. So wird unter anderem das Freibad nicht mehr beheizt und auf die Warmbadetage verzichtet. Außerdem wurde die Wassertemperatur gesenkt (Schwimmbecken 25 Grad, Kinderbecken 27 Grad). Dadurch werden laut Obermann derzeit nur zehn statt 200 Kubikmeter Gas am Tag verbraucht.

Die städtischen Sehenswürdigkeiten werden nicht mehr angestrahlt. Die St.-Georg-Kirche soll nur an den Weihnachtstagen beleuchtet werden. Auch die Weihnachtsbeleuchtung soll in diesem Jahr nicht installiert werden. Es werde nur noch einen Weihnachtsbaum mit Lichtern in jedem Stadtteil geben.

In den öffentlichen Gebäuden der Stadt wird die Raumtemperatur gesenkt. Außerdem bleibt die Verwaltung zwischen den Jahren geschlossen. Je nachdem, wie sich die Lage entwickele, seien weitere Schritte zur Energieeinsparung unumgänglich, kündigte Obermann an. Alle Immenhäuser könnten „ein Stück weit zur Energieeinsparung beitragen“, rief Obermann zur Unterstützung auf.

Bürgermeister Lars Obermann
Lars Obermann © Paulo Marinho da Costa

Der Bürgermeister leitet die Arbeitsgruppe Gasnotstand. Der AG gehören Vertreter des Magistrats an, die Vorsitzenden der drei Stadtverordneten-Fraktionen, der Stadtverordnetenvorsteher, der Stadtbrandinspektor mit seiner Vertreterin sowie die drei Fachbereichskoordinatoren der Stadt (Kämmerer, Ordnungsamtsleiter und Bauamtsleiter).

Langfristige Einsparungen wichtig

Die Arbeitsgruppe habe fraktionsübergreifend gearbeitet und Beschlüsse gefasst, erläuterte Obermann. Er weist darauf hin, dass nicht nur die Bewohner Immenhausens betroffen seien, sondern auch die Stadt. Die müsse reagieren, um den Energieverbrauch in den städtischen Liegenschaften zu senken. Die vereinbarten Maßnahmen müssten aber nicht dauerhaft umgesetzt werden. Das gelte zum Beispiel für die Einschränkungen im Schwimmbad.

Wichtig seien langfristige Projekte, mit denen die Stadt Energie einsparen könne. Bei Sanierungen und Neubauten strebe die Stadt alternative Energiequellen als wesentliche Energieträger für die Gebäude an, informierte der Bürgermeister. Der Zweckverband Kommunale Dienste Immenhausen-Espenau wolle weitere Fotovoltaikanlagen beschaffen, um insbesondere die Trinkwasserversorgung mit selbst produzierter Energie gewährleisten zu können. (Bernd Schünemann)

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