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Drei Könige und ein Sternträger: Alondra Kuhaupt, Laura Hadasch, Wiebke Blümel und Daniel Pelzel (von links) sehnen den Tag der Begegnung mit Bundeskanzlerin Merkel herbei. Mit ihren prachtvollen Kostümen werden sie in Berlin auftreten. Das Bild entstand vor der Krippe in der Immenhäuser Kirche St. Clemens-Maria.

Die Heiligen Drei Könige machen sich von Immenhausen und Espenau aus auf den Weg. Keine Krippe ist ihr Ziel, sondern das Bundeskanzleramt in Berlin. Sternsingerkinder der katholischen Kirchengemeinde St. Clemens-Maria sind zum Empfang bei Angela Merkel eingeladen.

Die Heiligen Drei Könige machen sich von Immenhausen und Espenau aus in wenigen Tagen auf den Weg. Keine Krippe ist ihr Ziel, sondern das Bundeskanzleramt in Berlin. Sie folgen auch keinem Stern, sondern einem bedeutsamen Schreiben. Sternsingerkinder der katholischen Kirchengemeinde St. Clemens-Maria sind gemeinsam mit ihrer Betreuerin Isolde Kahl zum Empfang bei Angela Merkel eingeladen.

Die Bundeskanzlerin will am 8. Januar 108 Mädchen und Jungen aus den 27 deutschen Diözesen für ihr soziales Engagement beim traditionellen Dreikönigssingen danken. Dass sie dabei sein dürfen, lässt Laura Hadasch (11, Immenhausen), Daniel Pelzel (13, Immenhausen), Alondra Kuhaupt (12, Espenau) und Wiebke Blümel (10, Espenau) strahlen wie ein Stern.

Mit Stern im Gepäck

Den haben sie, wenn’s losgeht, natürlich auch in ihrem Gepäck. Der Vierte im Bunde mit Caspar, Melchior und Balthasar ist der Sternträger. Auf seinem Stab mit der zackigen gelben Spitze prangt in großen Buchstaben der Städtename Fulda. Das junge Quartett wird schließlich als einzige Gruppe unter den Sternsingern der fast 300 nord- und osthessischen Pfarreien das Bistum Fulda vertreten. Isolde Kahl, Pfarrgemeinderatssprecherin und Verantwortliche für das Krippenspiel wie auch die örtliche Sternsingeraktion, kann ihr Glück nicht fassen. Bei der Verlosung der Teilnahme am Sternsinger-Empfang der Kanzlerin hatte ihr und ihren Schützlingen Fortuna zur Seite gestanden. Und das zum zweiten Mal in exakt zehn Jahren. „Das kann doch gar nicht wahr sein“, jubelte sie, als der Brief eintraf. Bei der Ausschreibung des Sternsinger-Wettbewerbs im Oktober hatte es die rührige Pfarrgemeindemitarbeiterin noch einmal wissen wollen: Ein Rätsel galt es zu lösen. Dank dem korrekten Lösungswort Stern fällt nun erneut Glanz auf die Gemeinde St. Clemens-Maria.

„Es kommt mir vor wie ein Traum. Das wird gar nicht so einfach sein, dann zu sehen, dass ich das wirklich erlebe“, sagt Laura. Alondra kann es ebenfalls noch nicht so recht glauben und freut sich: „Toll, mit der Bundeskanzlerin jemanden zu treffen, dem man sonst niemals so direkt begegnet wäre. Ich glaube, sie ist sehr nett.“ Von ihrer besten Freundin erzielt Wiebke. Die habe ihr die Sache mit dem bevorstehenden Besuch im Bundeskanzleramt erst gar nicht abnehmen wollen. Daniel lacht: Ihm fällt zum Namen Angela Merkel erst einmal die typische Raute ihrer Hände ein.

Für den Besuch in Berlin wurden die vier jungen Sternsinger und Isolde Kahl bereits im Gottesdienst an Silvester ausgesandt.

Noch liegt ein Stück Arbeit vor den Kindern. Wenn sie aber am Abend des 7. Januar in Kassel in den Zug steigen, wird das Einstudieren von vier neuen Liedern für ihren großen Auftritt in Berlin kein Thema mehr sein.

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